
Doppel-Europameister Moritz Wesemann: Wasserspringen zwischen Perfektion, Druck und Olympia-Traum
aus Sportstunde - Interviews mit den wichtigsten Protagonisten des deutschen Sports · 19.08.2026 · 37 Min.
Beschreibung
Wie schafft man es, bei einem Europameisterschaftsfinale ruhig zu bleiben, wenn jeder Sprung über Gold oder Silber entscheiden kann? Moritz Wesemann spricht über Druck, mentale Stärke, Perfektion – und seinen Traum von Olympia 2028. Doppel-Europameister und trotzdem noch lange nicht zufrieden! Moritz Wesemann hat bei den Europameisterschaften im Wasserspringen gleich zweimal Gold gewonnen und damit einmal mehr bewiesen, dass er zur europäischen Spitze gehört. In der neuen Ausgabe der „Sportstunde“ spricht der 23-Jährige mit Olli Dütschke über den enormen Druck bei einem Wettkampf, mentale Stärke und die Frage, warum für ihn die eigene Leistung manchmal wichtiger ist als die Medaille. Wasserspringen ist Präzisionssport auf höchstem Niveau – und dabei entscheiden oft kleinste Details. Wesemann erklärt, warum ein Sprungbrett nicht einfach nur ein Sprungbrett ist, weshalb Sportler sich an unterschiedliche Bretter und Beläge gewöhnen müssen und wie die sechs Sprünge eines Wettkampfs schon 24 Stunden vorher festgelegt werden. Auch die besondere Wettkampfroutine und die taktische Reihenfolge der Sprünge werden zum Thema. Ein wichtiger Teil des Gesprächs dreht sich um Mentalität und Leichtigkeit im Sport. Wesemann erzählt, warum ihm Humor und Social Media bei der Vorbereitung auf Paris geholfen haben und weshalb man nicht jeden Moment im Sport bierernst nehmen sollte. Gleichzeitig spricht er offen über die Balance zwischen positiver Einstellung und notwendiger Selbstkritik. Seine zwei Jahre in den USA haben ihm dabei geholfen, mit Wettkampfdruck umzugehen und sich schneller an neue Bedingungen anzupassen. Und natürlich geht der Blick nach vorne: Los Angeles 2028. Wesemann möchte sich erneut für ein olympisches Finale qualifizieren – und dort endlich die Leistung zeigen, die er im Training abrufen kann. Dabei wartet in LA eine ganz besondere Herausforderung: Vorkampf, Halbfinale und Finale finden am selben Tag statt. Der Traum von einer olympischen Medaille lebt. Außerdem erzählt Moritz Wesemann seine ungewöhnliche Geschichte: Warum er erst relativ spät zum Wasserspringen kam, was ein Sportlehrer mit seinem Weg zu tun hatte und warum ein Trainer trotz „katastrophaler“ Beweglichkeit früh sein Talent erkannte. 🎧 Jetzt die neue Folge der „Sportstunde“ hören, abonnieren, teilen und weiterempfehlen!