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Von for-profit zu profit-for: Warum regeneratives Wirtschaften ökonomisches Risikomanagement ist - mit Per Ledermann

aus Wicked Problems - Wissenschaft | Wirtschaft | Wandel · 20.03.2026 · 54 Min.

Beschreibung

Was passiert, wenn ein CEO Gewinn nicht als Selbstzweck, sondern als Hebel für gesellschaftliche Wirkung versteht? In dieser Folge von "Wicked Problems – Wissenschaft | Wirtschaft | Wandel" sprechen Dr. Martin Bethke und Prof. Dr. Hanna Trittin-Ulbrich mit Per Ledermann, CEO der edding group, über die Frage, warum Nachhaltigkeit kein moralisches Add-on, sondern ein ökonomisches Zukunftsthema ist. Ausgangspunkt ist Ledermanns Anspruch, edding vom klassischen for-profit zum profit-for -Unternehmen weiterzuentwickeln: Gewinne nicht als Selbstzweck, sondern als Voraussetzung für ökologische und soziale Wirkung. Im Gespräch geht es um die Triple Bottom Line, um gesellschaftlichen Zusammenhalt als wirtschaftlichen Erfolgsfaktor, um Brückenbau in polarisierten Zeiten und um die Frage, warum viele Unternehmen die Business Cases hinter ökologischen und sozialen Herausforderungen noch immer übersehen. Eine Folge über unternehmerische Verantwortung, strategische Vorstellungskraft und die Kunst, in komplexen Zeiten pragmatisch voranzuscheitern. Die 5 wichtigsten Takeaways ✅ Nachhaltigkeit ist aus Ledermanns Sicht kein Luxus, sondern ökonomische Vernunft. Wer ökologische und soziale Risiken ignoriert, ignoriert Kosten, Geschäftsmodellrisiken und Zukunftsfähigkeit. ✅ Der soziale Teil von Nachhaltigkeit gehört in die Kernlogik des Geschäftsmodells — nicht nur in Sponsoring, CSR oder punktuelle Projekte. edding versucht genau das über Produkte, Community Building und konkrete soziale Wirkung zu erreichen. ✅ Das eigentliche Problem ist oft nicht fehlendes Wissen, sondern fehlende Vorstellungskraft. Viele Organisationen sind noch immer darauf sozialisiert zu glauben, dass „gut“ und „profitabel“ Gegensätze seien. ✅ Transformation braucht Business Cases statt bloßer Überzeugungsrhetorik. Ledermann sagt selbst, dass man Menschen in Unternehmen eher gewinnt, wenn sie sehen, dass es sich lohnt — nicht nur, dass es moralisch richtig ist. ✅ Gegen Polarisierung hilft Brückenbau. Im Gespräch wird deutlich: Hinter vielen Konflikten liegen oft stabilere gemeinsame Werte, als öffentliche Debatten vermuten lassen. ✅ Pragmatismus schlägt Perfektionismus. Ein wiederkehrendes Motiv der Folge ist: nicht warten, bis alles perfekt ist, sondern handeln, testen, lernen — oder, in einem schönen Begriff: Voranscheitern. Kapitel 00:00 Intro, Vorstellung von Per Ledermann und die provokante Ausgangsthese 01:38 „Profit for“ statt „for profit“ – Zukunftsmodell oder Luxus? 04:45 Nachhaltigkeit sozial denken: vom Sponsoring zum Kerngeschäft 13:40 Wie verankert man Wirkung im Unternehmen – und warum ist das so schwer? 17:13 Demokratie, Lieferketten und der unsichtbare Business Case sozialer Stabilität 21:08 CEO-Aktivismus, Migration und warum Brückenbau unterschätzt wird 28:17 Warum sich Wandel rechnen muss: der Business Case hinter Wirkung 39:30 Was in der Transformation nicht funktioniert hat – und was andere daraus lernen können 42:46 Pragmatismus statt Ohnmacht: Handlungsoptionen in Krisenzeiten 51:13 „Einfach mal machen“ – Voranscheitern als Prinzip 52:31 Schlussrunde, Verabschiedung und die edding-Tinten-Anekdote Shownotes & Links Homepage der edding group Per Ledermann auf LinkedIn Prof. Dr. Hannah Trittin-Ulbrich auf LinkedIn Hannahs Forschungen an der Leuphana Universität Dr. Martin Bethke auf LinkedIn Martins Unternehmensberatung Butterfly Effect Consulting GmbH Lesenswert: Mkrtchyan, A., Sandvik, J., & Zhu, V. Z. (2024). CEO activism and firm value. Management Science, 70(10), 6519-6549. Dieser Beitrag nimmt am Fast Forward Science Wettbewerb 2026 teil! https://www.fastforwardscience.de #FFS #AudioAward #BestesDebutAudio