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#009 3D-gedruckte Spritzgussformen: Prototypen Spritzguss Formen und Lost Molds

aus 3D-Druck Wissen, mit Torsten Wolschendorf · 09.08.2026 · 25 Min.

Beschreibung

#3DDruckWissen #3DDruck #Spritzguss In dieser Folge spreche ich über gedruckte Spritzgusswerkzeuge für kleine Stückzahlen. Es geht um MSLA-Formen aus keramisch gefülltem Kunststoff, wasserlösliche Einleger für Hinterschnitte und den Lost-Mold-Prozess für das Spritzen ohne Entformungsschrägen. Kein Ersatz für klassische Serienwerkzeuge, aber eine echte Alternative in der Prototypen- und Qualifizierungsphase. Takeaways * Gedruckte MSLA-Werkzeuge aus keramisch gefülltem Material ermöglichen 20 bis 50 Abschüsse mit dem Originalwerkstoff, ohne ein teures Prototypenwerkzeug bauen zu müssen. * Wasserlösliche Einleger ersetzen klassische Schieber im Prototypenwerkzeug und lösen sich nach dem Spritzen einfach in Wasser auf. * Mehrere Geometrievarianten lassen sich beim MSLA in einem einzigen Druckjob parallel fertigen. Die Druckzeit ist identisch, die Kosten verteilen sich auf alle Varianten. Chapters * 00:00:46 Intro und Thema der Folge * 00:02:06 3D-Druck und Spritzguss: kein Widerspruch * 00:03:58 Welche Materialien kommen für gedruckte Werkzeuge in Frage? * 00:06:21 MSLA: alle Variantenformen parallel in einem Druckjob * 00:08:02 Ablauf am Spritzguss: Einrüsten, Füllstudie, Variantenwechsel * 00:09:25 Hinterschnitte ohne Schieber: wasserlösliche Einleger * 00:13:57 Kosten und Lieferzeit in der Praxis * 00:15:21 Lost Mold: Spritzen ohne Entformungsschrägen * 00:17:54 Größenbereich und Grenzen: bis ca. 100 mm Teillänge * 00:19:27 Direktvergleich: gedruckte Formen vs. gefräste Werkzeuge bei Varianten * 00:20:45 Fazit und Empfehlung FAQ * Was ist der Unterschied zwischen keramisch gefüllten Werkzeugen und wasserlöslichen Formen? Keramisch gefüllte MSLA-Werkzeuge sind wiederverwendbar und liefern 20 bis 50 Abschüsse im Originalwerkstoff. Wasserlösliche Lost-Mold-Formen sind Einwegwerkzeuge für genau einen Schuss, ermöglichen aber Geometrien ganz ohne Entformungsschrägen. * Für welche Teilegröße eignen sich gedruckte Spritzgussformen? Erfahrungsgemäß gut bis zu einer Teillänge von ca. 100 mm. Bei größeren Bauteilen fehlt meist der Kostenvorteil gegenüber gefrästen Werkzeugen. * Wann lohnt sich das gegenüber einem Aluminium-Prototypenwerkzeug? Immer dann, wenn mehrere Geometrievarianten unter Originalmaterial getestet werden sollen oder geringe Stückzahlen für Qualifizierungs- und Zulassungstests benötigt werden. * Kann jeder Spritzgusswerkstoff in gedruckten Formen verarbeitet werden? Nicht jeder. Keramisch gefüllte MSLA-Formen halten aber schon Materialien wie PA6 GF30 aus. Hochtemperatur Sondermaterialien stoßen an die Grenzen der Werkzeugstandzeit. Link zur Webseite: https://prototec.de LinkedIn Profil: https://de.linkedin.com/in/torsten-wolschendorf Instagram: https://www.instagram.com/prototecattendorn/ Zum Event AM-Innovation Day 2026: https://prototec.de/am-innovation-day-2026