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Die “Mühlviertler Hasenjagd” - Massenmord, Mitläufer und Zivilcourage in OÖ

aus Spur der Verbrechen - Oberösterreichs spektakulärste Kriminalfälle · 02.02.2025 · 106 Min.

Worum es geht

Im Februar 1945 versuchen rund 500 russische Kriegsgefangene aus dem KZ Mauthausen zu fliehen, von denen etwa 400 über die Mauern entkommen. Die darauffolgende Menschenjagd, bei der nicht nur SS-Mitglieder, sondern auch Zivilisten zu Tätern werden, ist als Mühlviertler Hasenjagd bekannt und gilt als eines der dunkelsten Kapitel der oberösterreichischen Geschichte. Die Folge beleuchtet die Ereignisse, die Opfer und Retter, die juristische Aufarbeitung durch sowjetische und österreichische Gerichte sowie die gesellschaftliche Erinnerung. Zudem wird die aktuelle politische Situation mit einem Rechtsruck in Deutschland und Österreich thematisiert, der Parallelen zur NS-Zeit aufweist. Interviews mit dem Historiker Dr. Matthias Kaltenbrunner und der Zeitzeugin Anna Hackl geben persönliche Einblicke und vertiefen das Verständnis für die Tragödie und deren Bedeutung heute.

Beschreibung

Februar, 1945. Im KZ Mauthausen werden Kriegsgefangene, Juden, Homosexuelle und viele andere zu harter Zwangsarbeit gezwungen, gefoltert und getötet. Im Block 20 werden russische Kriegsgefangene eingesperrt. Einziger Zweck des Blocks: das systematische Quälen der Gefangen bis zum Tod. Die etwa 500 Männer wagen deshalb das Unmögliche: In der Nacht auf den 02. Februar 1945 versuchen sie alle aus dem KZ auszubrechen. Etwa 400 schaffen es über die KZ-Mauern hinaus. Für sie beginnt ein brutaler Kampf ums Überleben. Denn es gibt eine grausame Jagd auf sie, in der nicht nur Mitglieder der SS, sondern auch Männer aus der Zivilgesellschaft zu Mördern werden.

Themen

„Der Begriff Hasenjagd kommt von der SS. Es ist ein zynischer Begriff, der die Gefangenen mit Tieren gleichsetzt und den Massenmord als belustigende Treibjagd darstellt.“