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Das Feld der Oscar-Anwärter lichtet sich! Das Kinofest auf Rekordkurs. Brutale Preiserhöungen bei Netflix, Apple TV & Co. Ein Sensationserfolg namens "Vaterland" und die PR-Katastrophe "The Uprising"

aus Box Office Inside · 09.09.2026 · 52 Min.

Beschreibung

Wie teuer darf Streaming noch werden? In dieser Folge von Box Office Inside sprechen wir über die nächste Runde der Preiserhöhungen bei Netflix, Apple TV+ & Co. Nachdem Streaming in den vergangenen Jahren bereits deutlich teurer geworden ist, ziehen die Anbieter 2026 erneut kräftig an. Gleichzeitig stellt sich immer drängender die Frage: Wird das Angebot eigentlich im gleichen Maße besser? Wir diskutieren, wann bei den Abonnenten die Schmerzgrenze erreicht ist – und ob ausgerechnet das Kino von der wachsenden Streaming-Müdigkeit profitieren könnte. Passend dazu schauen wir auf das Kinofest am 12. und 13. September. Für fünf Euro pro Vorstellung wollen die deutschen Kinos wieder Millionen Menschen in die Säle locken. Im vergangenen Jahr kamen rund 1,65 Millionen Besucher. Wir fragen, warum solche Aktionen funktionieren – und ob sich die Branche angesichts steigender Ticket- und Concession-Preise nicht häufiger mit günstigen Angeboten bei ihrem Publikum bedanken sollte. Natürlich blicken wir auch auf die Award Season. Nach den Filmfestspielen von Venedig und den ersten Reaktionen aus Telluride kristallisieren sich die frühen Favoriten heraus. Lee Chang-dongs „Possible Love“ gehört zu den heißesten Anwärtern auf den Goldenen Löwen und könnte auch bei den Oscars eine Rolle spielen. Jesse Eisenbergs „The Debut" bringt vor allem Julianne Moore ins Oscar-Gespräch, während Andrew Scott mit „El Señor“ eine weitere viel beachtete Performance vorlegt. Besonders spannend ist in diesem Jahr das Dokumentarfilmfeld. Alex Gibneys vierstündiges „Musk“ nimmt sich Elon Musk und dessen politischen Einfluss vor. Noch größere Begeisterung löst in Telluride „You Can See Everything“ aus: Nathan Fielder und Lance Oppenheim begleiten darin Theranos-Gründerin Elizabeth Holmes unmittelbar vor ihrem Haftantritt. Ein ungewöhnlicher Hybrid aus Dokumentation, Inszenierung und Reality-TV, der schon jetzt zu den großen Gesprächsthemen der Award Season gehört. Außerdem sprechen wir über drei neue Trailer: „Artificial“ mit Andrew Garfield bringt die Macht der KI-Unternehmen als düsteren Tech-Thriller auf die Leinwand. Tom Cruise zeigt sich in „Digger“ als exzentrischer Milliardär in einer zunehmend absurd und bissig wirkenden Satire. Und M. Night Shyamalan verbindet für seinen neuen Film mit Jake Gyllenhaal ausgerechnet Nicholas-Sparks-Romantik mit übernatürlichem Horror. Im Box-Office-Briefing bleibt „Spider-Man: Brand New Day“ in Deutschland auf Erfolgskurs und nähert sich der Marke von fünf Millionen Besuchern, während „Die Odyssee“ auch in der achten Woche erstaunlich stark läuft. Besonders erfreulich: Mit „Das gewisse Etwas“, „Vaterland“ und dem „Steckerlfischfiasko“ stehen gleich mehrere deutsche beziehungsweise deutsch koproduzierte Filme weit oben in den Charts. Vor allem der Schwarz-Weiß-Film „Vaterland“ entwickelt sich zum bemerkenswerten Arthouse-Erfolg. In den USA feiern unterdessen „Coyote vs. Acme“ und eine Horror-Komödie starke Holds, während der 4K-Rerelease von „Akira“ einmal mehr zeigt, welches Potenzial Anime inzwischen an der Kinokasse besitzt. Und zum Schluss schauen wir auf die Neustarts: Warum der in Bayern gedrehte Historienfilm „Uprising“ mit Andrew Garfield für uns trotz Paul Greengrass hinter der Kamera eine herbe Enttäuschung ist – und weshalb der neue „Resident Evil“ schon jetzt nach einem der nächsten großen Horrorhits aussehen könnte.