
Schwarz hören: Petra Schwarz im Gespräch mit Michael Niekammer über Leben und Tod
aus Schwarz hören - Petra Schwarz im Gespräch mit Prominenten über Leben und Tod · 21.09.2026 · 26 Min.
Beschreibung
„Lieber Fischkopp als Holzkopp.“ sagt der 1961 in Warnemünde geborene Text-Autor, Sänger, Schauspieler und Radio-Kollege Michael Niekammer. Er ist ein „wandelndes Lexikon“ in Sachen Schlager und so haben wir uns auch vor mehr als 20 Jahren kennengelernt. „Klatsch und Tratsch und goldene Hits“ hieß die Sendung auf Antenne Brandenburg beim Rundfunk Berlin-Brandenburg (rbb). „Der Chef liebte so markante Stimmen, wie deine.“ betont Michael Niekammer in dieser Podcast-Episode und erzählt die Geschichte, wie schmerzlich es war, dass eine gewisse Petra Schwarz nun seine Sendung moderierte ... Auf Anraten seines Lebenspartners und Schlagersängers Ekkehard „Ekki“ Göpelt schmiss Micha aber doch nicht hin, woraus dann viel Neues entstanden ist: die Moderation von Veranstaltungen im Schlagerbereich z.B. – bis heute übrigens. Überhaupt hat der gelernte Fernmeldetechniker Michael Niekammer seinem Ekki („… kein Star, mit „Einstufung B“, was 168 DDR-Mark netto pro Auftritt bedeutete …“) viel zu verdanken. Als sich die Beiden kennenlernten, war Micha 17 und „… kurz davor, auf die schiefe Bahn zu geraten.“ Er zog zu Ekki nach Berlin und der war dann „… 37 Jahre lang der Mensch an meiner Seite. Mehr als 10 Jahre waren wir auch ein Liebespaar – bis ich merkte, dass ich nicht schwul bin.“ Also: erst Liebespaar, später Lebenspaar. So beschreibt Michael Niekammer auch sehr eindrücklich, wie Ekki darauf einwirkte, dass Micha seinen Sohn – der erst mit 18 erfahren hatte, wer sein Vater ist – „akzeptierte“ und heute zu ihm und seinen zwei Enkeln ein wunderbares Verhältnis hat. Als Ekki – der „Spiegeltrinker“ war und einen Entzug hinter sich hatte, bei dem Michael mitlitt – schwer erkrankte, pflegte Micha seinen Lebenspartner und begleitete ihn zuletzt auch in den Tod. Was er nicht wollte, war eine vorgefertigte, mit Fehlern behaftete, Trauerrede, wie er es als 13Jähriger bei seinem Vater erlebt hatte. An dem Tag vor nunmehr 10 Jahren, als er die Rede für Ekki hielt, hat Michael gemerkt, „… dass es etwas ganz Besonderes ist, durch eine Trauerrede die Menschen noch einmal mitzunehmen.“ Auch deshalb ist Michael Niekammer länger schon Trauerredner. Wir haben in dieser Episode, die wir im „Kaufmuseum Weißensee“ aufgezeichnet haben, wo am Wochenende 26. und 27. September 2026 zwei Schlagerveranstaltungen im Rahmen des „6. Weißenseer Kultursommer“ mit Michael Niekammer als Präsentator und Petra Schwarz als Gast stattfinden werden, über das Leben gesprochen. Aber natürlich auch – wie sich das für „Schwarz hören“ gehört – über den Tod. Soviel vorab: Seine eigene Trauerrede ist schon fertig und musikalisch wird sich Michael Niekammer mit „Junge, komm bald wieder“ verabschieden … 😉 Viel Spaß mit der 167. Episode von „Schwarz hören“ mit Michael Niekammer.