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Software statt Schraubenschlüssel: Wohin steuert die Autobranche?

aus F.A.Z. Digitalwirtschaft · 11.09.2026 · 40 Min.

Worum es geht

In dieser Podcast-Episode wird die Entwicklung der Autobranche hin zu softwaredefinierten Fahrzeugen thematisiert, deren Funktionen zunehmend über Software und künstliche Intelligenz gesteuert werden. Experten aus der IT-Beratung und dem Autohandel diskutieren die Herausforderungen, die sich aus der Digitalisierung für Werkstätten und Händler ergeben, insbesondere im Kontext der Elektromobilität und der Ladeinfrastruktur. Es wird deutlich, dass trotz technischer Fortschritte der persönliche Kundenkontakt weiterhin eine wichtige Rolle spielt, während sich Verkaufsmodelle und Serviceprozesse wandeln. Zudem wird die Notwendigkeit einer einheitlichen Ladepreispolitik für Elektrofahrzeuge angesprochen, um die Akzeptanz zu erhöhen. Insgesamt zeigt die Diskussion, dass die Autobranche sich in einem tiefgreifenden Wandel befindet, der sowohl Chancen als auch Herausforderungen mit sich bringt.

Beschreibung

Das Autoleben dauert immer länger. Elf Jahre alt sind die Fahrzeuge auf deutschen Straßen, der Wert steigt kontinuierlich an. Parallel dazu nimmt die Digitalisierung des Automobils beständig zu, manch einer redet gar von „Software-defined Vehicle“, einem Fahrzeug, dessen Funktion vollständig über Bits und Bytes sichergestellt wird. Beide Trends in Einklang zu bringen, ist schon für die Autohersteller eine große Aufgabe. Erst recht gilt dies für den Autohandel und dessen Service-Geschäft. Leitmesse für diese Branche ist die Automechanika in Frankfurt, dort haben wir zwei Experten mit unterschiedlichen Perspektiven zum Werkstattgespräch gebeten. Philipp Kupferschmidt arbeitet seit 20 Jahren für den IT-Beratungskonzern Accenture, seit vier Jahren verantwortet er dort als Geschäftsführer das Automobilgeschäft im deutschsprachigen Raum. Kupferschmidt geht in den Entwicklungsabteilungen der Hersteller ein und aus und weiß daher, wo der Schuh drückt. Seine Vision: Ein Auto per Updates über zwanzig Jahre auf dem neuesten Stand zu halten. Burkhard Weller ist Unternehmer. 1979 verkaufte er in Osnabrück ein erstes Auto, einen Toyota Corolla, als geschäftsführender Gesellschafter gehört ihm mit der Weller-Gruppe verkauft er an 42 Standorten Auto diverser Marken, von BMW bis zu BYD. Zudem führt er den im vergangenen Jahr gegründeten Verband der Autohändler Deutschlands (VAD). Weller sieht in der Digitalisierung eine große Herausforderung für das Servicegeschäft, auch weil die Hersteller versuchen, ihre eigene Wertschöpfung auszubauen.

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