
Warum sich Bayern und Preußen hassen
aus Ein Bayer und ein Halber – historische Zeitreisen mit Dr. Richard Loibl · 29.01.2026 · 43 Min.
Worum es geht
In der Podcast-Episode wird die langjährige Feindschaft zwischen Bayern und Preußen beleuchtet, die auf religiösen, kulturellen und politischen Unterschieden basiert. Es wird erläutert, dass diese Gegensätze vor allem im 18. Jahrhundert aufgrund von unterschiedlichen Religionen, Bräuchen und Sprachen entstanden sind. Die Diskussion umfasst auch die historische Rolle Bayerns und Preußens in Deutschland, wie z.B. die bayerische Herrschaft über Teile Preußens. Es wird betont, dass trotz der früheren Feindseligkeiten heutzutage die Animositäten zwischen Bayern und Preußen abgenommen haben und eher auf humoristische Klischees basieren. Die Episode endet mit dem Fazit, dass der Preußen-Hass überwunden ist, aber es dennoch interessant ist, sich mit den historischen Unterschieden auseinanderzusetzen.
Beschreibung
Es ist die große innerdeutsche Feindschaft: Bayern und Preußen. Das ist wie Katz und Hund, Rausch und Entzug, Spaß und Spießertum. Aber auch wie David und Goliath. In Folge 13 des MGB-Podcasts „Ein Bayer und ein Halber – Historische Zeitreisen mit Dr. Richard Loibl“ weht ein rauer Wind. Dabei erzählt Dr. Richard Loibl nicht nur eine Geschichte der Gegensätze und Feindschaft, sondern auch eine der Versöhnung. Jetzt wird endlich mal Tacheles geredet. Schließlich geht es um einen uralten, tief sitzenden Hass. Vollblutbayer Dr. Richard Loibl, Chef des Hauses der Bayerischen Geschichte, wird vom Halbösterreicher Johannes Munzinger direkt ins Kreuzverhör genommen. Ein Vorwurf steht im Raum: Ist Dr. Loibl, der das Bajuwarentum so hochhält und nur unter Zwang Standarddeutsch spricht, ein Preußenhasser? Der Angeklagte bekennt sich freilich „nicht schuldig“. In seiner Beweisführung reist er zusammen mit Ankläger Munzinger durch die Geschichte der deutschen Lieblingsfeindschaft. Diese Reise beginnt in der Aufklärung, als norddeutsche Schreiberlinge die Bayern niederschrieben und sich im Norden wie im Süden Vorurteile festsetzten. Sie führt über die große Schmach der Bayern im 19. Jahrhundert, als Preußen das Königreich Bayern zum kleinen Bruder degradierte, und über die beiden Weltkriege, als bayerische und preußische Soldaten im Schützengraben zu Kameraden wurden, während daheim der Hass auf vermeintliche Kriegsgewinnler blühte. Dabei erzählt Dr. Richard Loibl nicht nur eine Geschichte der Gegensätze und Feindschaft, sondern auch eine der Versöhnung. Und ausnahmsweise kann sogar er dabei etwas lernen. Johannes Munzinger erklärt nämlich, woher der österreichische Schmähbegriff „Piefke“ kommt – und warum sich Bayern von ihm nicht angesprochen fühlen sollten. Wenn Sie Fragen, Anregungen, Kritik oder Lob für uns haben, schreiben Sie uns gerne an podcast@mgbayern.de.
Themen
- Gegensatz zwischen Bayern und Preußen
- Religiöse und kulturelle Unterschiede
- Stereotypen und Vorurteile