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Ab nach Kassel – Mythos Soldatenhandel

aus Hessen mal anders · 01.07.2026 · 50 Min.

Beschreibung

Sie trugen Uniformen, kämpften für fremde Könige und manche von ihnen kehrten nicht zurück: Im 18. Jahrhundert machten die Landgrafen von Hessen-Kassel ein lukratives Geschäft mit dem Vermieten von Soldaten. So zogen tausende Hessen an der Seite Großbritanniens in den amerikanischen Unabhängigkeitskrieg, nicht aus Überzeugung, sondern weil sie „vermietet“ wurden. War das Geschäft reine Profitgier – oder Teil eines größeren Plans zur Modernisierung des Landes? Und warum wirkt dieser Mythos bis heute nach? In dieser Folge spricht Joachim Meißner mit Prof. Christoph Kampmann von der Universität Marburg über Mythos und Realität des sogenannten Soldatenhandels, über Fake News im 18. Jahrhundert und die Frage, wie sich Moral und politische Verantwortung im Laufe der Zeit verändern. Mit Dr. Sabine Fischer von der Stiftung Wissenschaft und Politik wird der Bogen in die Gegenwart gespannt – von Hessen nach Nordkorea, von Friedrich II. bis Wladimir Putin. Was damals „Subsidienverträge“ hieß, klingt heute nach „zwischenstaatlicher Kooperation“. Doch das Muster bleibt dasselbe: Menschen als Ressource im Dienst der Macht. Konzept: Joachim Meißner, Jessica Hentschel, Dr. Alexander Jehn, Franziska Kiermeier Moderator: Joachim Meißner Gäste der Folge: Prof. Christoph Kampmann, Neuzeithistoriker an der Universität Marburg, Dr. Sabine Fischer von der Berliner Stiftung Wissenschaft und Politik. Intro- und Outro-Musik: Rodgau Monotones, „Die Hesse komme“ Aufnahme & Bearbeitung: Joachim Meißner Projektbetreuung HLZ: Franziska Kiermeier, Lena Luckenbach Produktionstechnische Gesamtleitung: Joachim Meißner, Jessica Hentschel