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107: Sind uns Wölfe zu nah?

aus Der Wolfspodcast · 12.09.2026 · 83 Min.

Worum es geht

Andreas Moser, erfahrener Biologe und Wissenschaftsjournalist, gibt Einblicke in das Wesen der Wölfe, die er als soziale, lernfähige und fürsorgliche Tiere beschreibt. Er berichtet von seinen langjährigen Beobachtungen und Filmaufnahmen freilebender Wölfe, die zeigen, dass Wölfe in Familien leben und sich um Schwächere kümmern. Moser thematisiert die historischen Konflikte zwischen Menschen und Wölfen, die durch Kriege und Nahrungsmangel verstärkt wurden, sowie die heutigen Probleme, die durch das Füttern von Wildtieren entstehen. Er betont die Bedeutung von Respekt und einer angepassten Kommunikation zwischen Mensch und Tier, um ein besseres Verständnis und friedliches Zusammenleben zu fördern. Abschließend appelliert er an die Gesellschaft, die Natur und ihre Lebewesen mit Respekt zu behandeln.

Beschreibung

In dieser Folge trifft Sabine Dr. Andreas Moser – Biologe, Wissenschaftsjournalist und vielen als Moderator aus Jahrzehnten beim Schweizer Fernsehen bekannt. In zahlreichen Dokumentationen hat er sich mit Wölfen beschäftigt. Seit 2021 im Ruhestand, setzt er seine langjährige Recherche in seinem neuen Buch fort: „Wölfe – sind sie uns zu nah? Eine Recherche zum Wesen von Wölfen, Hunden und Menschen“. Das Gespräch rückt den Wolf in ein anderes Licht. Moser betrachtet ihn nicht nur als Predator, sondern vor allem als soziales, lernfähiges und fürsorgliches Tier. Wölfe leben in Familien, kommunizieren, lernen voneinander und kümmern sich um ihren Nachwuchs und um Schwächere. In vielem, so berichtet der Biologe, ähneln sie uns Menschen mehr, als wir vermuten. Doch der Wolf, über den wir sprechen, ist nicht immer der reale Wolf. In unseren Köpfen und in der Politik dient er längst als Projektionsfläche – für biologische Ängste, kulturelle Vorstellungen und gesellschaftliche Konflikte. Der „böse Wolf“ aus Märchen und Schlagzeilen hat mit dem wirklichen Tier wenig gemein. Andreas Moser spricht über die evolutionäre Reise vom Wolf zum Hund und darüber, was diese besondere Beziehung über uns Menschen verrät. Er zeigt, woher unsere tiefe Wolfsangst stammt, wie sie psychologisch wächst und kulturell immer wieder neu entsteht – und warum wissenschaftliche Erkenntnisse und politische Wolfsbilder so oft auseinanderklaffen. Ein intensives und ehrliches Gespräch über Wölfe, Hunde und Menschen, über Jahrzehnte filmischer und journalistischer Arbeit – und über die Frage, ob wir den Wolf erst dann wirklich verstehen, wenn wir bereit sind, unsere eigenen Vorstellungen von ihm zu hinterfragen.

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