
002 Macht bedingungsloses Grundeinkommen faul?
aus Welthandelsplatz 1 · 12.05.2026 · 21 Min.
Worum es geht
In der Folge wird die Debatte um das bedingungslose Grundeinkommen aus wissenschaftlicher Perspektive beleuchtet. Verhaltensökonomin Susann Fiedler erklärt, dass die Befürchtungen, Menschen würden bei Erhalt eines Grundeinkommens sofort ihre Arbeit aufgeben, durch Studien widerlegt werden, die zeigen, dass die meisten weiterhin in ihren Jobs bleiben oder sogar zufriedener sind. Das in Deutschland durchgeführte Randomized Control Trial mit 1200 Euro monatlich über drei Jahre zeigt, dass das Grundeinkommen vor allem die psychische Gesundheit, die Zufriedenheit und die Entscheidungsfreiheit der Menschen verbessert, ohne signifikant die Arbeitsmotivation zu verringern. Die Forschung hebt hervor, dass die Effekte auf das Verhalten der Einzelnen eher moderat sind und dass die makroökonomischen Auswirkungen noch unklar bleiben. Zukünftige Studien könnten das Konzept eines temporären oder bedingungslosen Grundeinkommens weiterentwickeln, um soziale und demokratische Teilhabe zu fördern.
Beschreibung
Macht ein bedingungsloses Grundeinkommen Menschen wirklich faul, oder verändert es vor allem, wie wir arbeiten und Entscheidungen treffen? In dieser Folge von „Welthandelsplatz 1“ spricht Host Angelo Spörk mit der Verhaltensökonomin Susann Fiedler über aktuelle Forschungsergebnisse und eine großangelegte Studie zum Grundeinkommen in Deutschland. Die Episode zeigt, wie finanzielle Sicherheit Arbeitsmotivation, wirtschaftliches Verhalten und gesellschaftliche Debatten beeinflussen kann.
Themen
- Auswirkungen des bedingungslosen Grundeinkommens auf Arbeitsmotivation
- Verhaltensökonomische Forschung zum Grundeinkommen
- Gesellschaftliche Debatten und Stereotype zum Grundeinkommen
- Methodik und Ergebnisse von Experimenten in Deutschland
- Potenziale und Herausforderungen bei der Implementierung eines Grundeinkommens