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Ep. 128: Endlich geklärt: Holschuld oder Bringschuld?

aus Veränderungsstabil · 04.05.2026 · 21 Min.

Worum es geht

Die Podcast-Folge beschäftigt sich mit der häufig gestellten Frage, ob eine Situation eine Holschuld oder Bringschuld ist, und kritisiert dabei die Tendenz, Verantwortung auf andere abzuwälzen und Schuld zu suchen. Es wird erläutert, dass solche Diskussionen oft emotional entlastend sind, jedoch die Ergebnisorientierung und die Gestaltungskompetenz behindern. Der Sprecher betont, dass Verantwortung im Sinne von Gestaltungsfähigkeit verstanden werden sollte, also die Fähigkeit, eine gute Antwort auf Herausforderungen zu geben. Zudem wird auf die Bedeutung klarer Kommunikation und gegenseitiger Verantwortung hingewiesen, um Missverständnisse und ineffektive Schuldzuweisungen zu vermeiden. Ziel ist es, den Fokus auf das Ergebnis zu richten und aktiv Verantwortung zu übernehmen, anstatt sich in Schuld- und Verantwortlichkeitsdiskussionen zu verlieren.

Beschreibung

In dieser Frag-Holgi-Folge geht es um eine Frage, die ich ständig höre. Im Coaching, in Teams, in Mails: Ist das eigentlich eine Holschuld oder eine Bringschuld? Und ich sage direkt vorweg: Die Frage führt fast immer in die falsche Richtung. Denn so sachlich sie klingt, steckt dahinter oft etwas ganz anderes. Eine Schuldfrage. Wer ist verantwortlich, dass etwas nicht funktioniert hat? Wer hätte liefern müssen? Wer hätte nachfragen müssen? Und genau da verlassen wir die Sachebene. Wir sprechen dann nicht mehr über das Ergebnis. Sondern über Positionen, Zuständigkeiten und Selbstentlastung. Ich will nachweisen, dass ich es nicht war. Das Problem: Das bringt uns keinen Schritt weiter. Ich teile in der Folge eine andere Perspektive. Weg von Schuld. Hin zu Wirksamkeit. Was ist nötig, damit wir unser Ziel erreichen? Und plötzlich wird es ganz praktisch. Dann geht es nicht mehr darum, wer etwas hätte tun müssen. Sondern darum, was jetzt getan werden kann. Ich bringe Beispiele aus dem Alltag. Von der berühmten „Wurst auf dem Einkaufszettel“ bis hin zu schlechten Briefings im Job. Und es wird schnell klar: Kommunikation scheitert selten an Holschuld oder Bringschuld. Sie scheitert daran, dass niemand wirklich sicherstellt, dass das, was gemeint war, auch verstanden wurde. Ein Gedanke, der für mich zentral ist: Verantwortung heißt nicht Zuständigkeit. Verantwortung heißt, eine Antwort geben zu können. Und das bedeutet manchmal, Dinge doppelt zu erklären. Nachzufragen. Dinge zu tun, die formal nicht „mein Job“ sind. Ich weiß, das triggert sofort die Frage: Soll ich jetzt alles machen? Nein. Aber wenn dein Ziel ist, ein Ergebnis zu erreichen, dann hilft es nicht, auf Zuständigkeiten zu warten, die offensichtlich nicht greifen. Am Ende bleibt für mich eine einfache Entscheidung: Will ich recht haben? Oder will ich wirksam sein? Beides gleichzeitig geht selten. Und genau deshalb lohnt es sich, beim nächsten Mal innezuhalten, wenn du dich fragst: Holschuld oder Bringschuld? Vielleicht ist das gar nicht die Frage, die dich wirklich weiterbringt. Viel spaß beim hören. --------------------------------------------------------- Und so erreicht Ihr mich: Homepage: https://www.odonovan.de/ LinkedIn: https://www.linkedin.com/in/holgerheinze/ Buch: https://shop.haufe.de/prod/dramafreie-arbeitswelt

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