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#793 Macht Geld unfrei? Strafverteidigung und der Preis der Unabhängigkeit (Letters to a Young Lawyer 9)

aus Auf dem Weg als Anwält:in · 19.05.2026 · 27 Min.

Worum es geht

Die Podcast-Episode beleuchtet die komplexe Rolle von Geld im juristischen Beruf, insbesondere in der Schweiz, wo über Finanzen weniger offen gesprochen wird. Es wird die These erörtert, dass Geld sowohl Freiheit als auch Abhängigkeit schaffen kann, was Auswirkungen auf die Berufswahl, die Unabhängigkeit und die Motivation von Anwälten hat. Dabei werden Beispiele aus der Strafverteidigung, der öffentlichen Hand und privaten Kanzleien diskutiert, inklusive der Herausforderungen durch Honorarkürzungen, Kostendruck und Interessenkonflikte. Die Moderatoren reflektieren, wie die finanzielle Ausstattung die Qualität der Verteidigung beeinflusst und warum eine faire Entlohnung essenziell für einen funktionierenden Rechtsstaat ist. Abschließend wird betont, dass das Bewusstsein für die eigene finanzielle Situation und die Werte im Beruf entscheidend sind, um unabhängig und engagiert zu bleiben.

Beschreibung

In der Schweiz spricht man nicht über Geld. Duri Bonin und Nina Langner tun es trotzdem. Ausgangspunkt ist Alan Dershowitz’ Text «Don’t Limit Your Options by Making a Lot of Money»: Geld soll Freiheit schaffen – kann aber auch abhängig machen. Was bedeutet das für Anwältinnen und Anwälte? Und was bedeutet es besonders für die Strafverteidigung? Duri und Nina sprechen über anwaltliche Unabhängigkeit, amtliche Verteidigung, Honorare, Kanzleikosten, Berufsstolz und die Frage, warum gute Strafverteidigung nicht nur eine private Dienstleistung ist, sondern eine Voraussetzung des Rechtsstaats. Eine Folge über Geld – aber vor allem über Freiheit, Berufsethik und die Kosten guter Verteidigung.

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