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PSD 360 DIE SIND ABER EMOTIONAL! - mit diesem schnellen Urteil machen wir uns möglicherweise selbst blind. In dieser Episode geht es darum, was sichtbar wird, wenn wir die Unterscheidung zwischen emotional und rational einmal beiseitelegen.

aus Systemisch Denken - Systemtheorie, Konstruktivismus und Soziale Systeme treffen die Wirtschaft, Systemische Theorie und Praxis für Business und Organisationen · 21.09.2026 · 14 Min.

Beschreibung

In einem Meeting wird heftig über die Zukunft eines defizitären Geschäftsbereichs gestritten. Die einen argumentieren mit Zahlen, Regeln und Prozessen, die anderen mit Erfahrung, Loyalität, Historie und Beziehungen. Schnell entsteht eine scheinbar eindeutige Unterscheidung: Die einen sind rational, die anderen emotional. Doch genau diese Unterscheidung kann den Blick verengen. Denn plötzlich müssen sich vor allem diejenigen erklären, denen wir das Etikett „emotional“ gegeben haben. In dieser Episode ziehe ich diesen Schleier einmal weg und biete eine andere Beobachtung an: Vielleicht treffen hier nicht Rationalität und Emotionalität aufeinander, sondern unterschiedliche Prämissen für eine anstehende Entscheidung – Daten, Regeln, Erfahrungen und Beziehungen. Keine davon ist per se rationaler oder emotionaler als die andere. Entscheidend ist vielmehr, welche Brille wir als Beobachter aufsetzen und was wir dadurch sehen – oder nicht mehr sehen können. Je mehr Unterscheidungen uns zur Verfügung stehen, desto größer wird unser Möglichkeitenraum für Interventionen und Entscheidungen.