
Das eigene Leben für andere riskiert
aus Das Tagesthema in Oberösterreich · 08.05.2023 · 47 Min.
Worum es geht
Die Episode schildert die dramatischen Ereignisse der Mühlviertler Menschenhatz im Februar 1945, als rund 420 Häftlinge aus dem KZ Mauthausen flohen und von der Bevölkerung gejagt wurden. Die Familie Langthaler aus Winden bei Perg versteckte zwei russische Gefangene über drei Monate hinweg trotz der Gefahr für ihr eigenes Leben. Anna Hackl, damals 13 Jahre alt, berichtet eindrucksvoll von den Erlebnissen, der Angst vor Entdeckung und dem Mut ihrer Familie. Sie erzählt auch von der späteren Begegnung mit den Überlebenden und der Bedeutung, diese Geschichte an die Jugend weiterzugeben, um wachsam zu bleiben und solche Gräueltaten zu verhindern. Die Erzählung ist geprägt von emotionaler Tiefe und dem Appell an die Erinnerungskultur.
Beschreibung
Zeitzeugin Anna Hackl erzählt von der “Mühlviertler Menschenhatz” im Jahr 1945. Rund 420 Häftlinge sind 1945 aus dem KZ Mauthausen geflüchtet. Die Nationalsozialisten haben die Zivilbevölkerung aufgerufen, bei der Jagd auf sie zu helfen und keinen am Leben zu lassen. Die Familie Langthaler aus Winden bei Perg hat das nicht getan. Im Gegenteil: Unter eigener Lebensgefahr hat sie zwei KZ-Häftlinge drei Monate lang, bis Kriegsende, versteckt. Die Tochter Anna war damals 13 Jahre alt. Anna Hackl ist jetzt 92 Jahre alt und ist immer noch als Zeitzeugin in Schulen unterwegs, um den Jugendlichen ihre Geschichte zu erzählen. Im Interview mit Life Radio Reporterin Ortrun Schandl erzählt sie ihre bewegende Geschichte.
Themen
- Mühlviertler Menschenhatz 1945
- Flucht aus dem KZ Mauthausen
- Verstecken von KZ-Häftlingen
- Zeitzeugenbericht Anna Hackl
- Erinnerungsarbeit in Schulen