
Homeoffice: Zwischen Misstrauen und Zukunftsmodell
aus Systemrelevant - Fakten für eine demokratische und nachhaltige Wirtschaft · 23.09.2026 · 26 Min.
Worum es geht
Homeoffice hat durch die Corona-Pandemie einen starken Aufschwung erfahren und ist heute ein wichtiger Bestandteil der Arbeitswelt, vor allem bei hochqualifizierten Beschäftigten und in bestimmten Branchen. Die Diskussion zeigt, dass trotz der Eignung der Tätigkeit und dem Wunsch vieler Beschäftigter, nicht alle die Möglichkeit zum Homeoffice erhalten, was auf ein Misstrauen seitens der Arbeitgeber zurückzuführen ist. Die Daten des Erwerbspersonen-Panels verdeutlichen, dass Homeoffice sowohl Vorteile für die Vereinbarkeit von Familie und Beruf bietet als auch Grenzen hat, wenn es zu viel oder zu wenig genutzt wird. Zudem werden Return-to-Office-Initiativen kritisch betrachtet, da sie oft pauschal umgesetzt werden und individuelle Bedürfnisse der Beschäftigten nicht ausreichend berücksichtigen. Insgesamt plädieren die Expertinnen für eine ausgewogene Lösung, die die Interessen von Arbeitgebern und Arbeitnehmern berücksichtigt und das Vertrauen in die Arbeitsleistung stärkt.
Beschreibung
Homeoffice war vor Corona ein Randphänomen. 2020 versetzte der erste Lockdown der mobilen Arbeit dann einen riesigen Schub. Wie ist es heute? Welche Menschen arbeiten vor allem mobil, und was wäre, wenn sie wieder häufiger ins Büro müssten? Was das alles mit Vertrauen zu tun hat, erörtert Marco Herack in dieser Folge mit Bettina Kohlrausch, der Direktorin des WSI und mit Helge Emmler, dem Leiter des Referats WSI-Datenzentrum.
Themen
- Homeoffice-Nutzung und Entwicklung
- Vertrauen und Kontrolle im Homeoffice
- Soziale Ungleichheiten bei Homeoffice-Zugang
- Auswirkungen von Return-to-Office-Initiativen
- Vereinbarkeit von Beruf und Familie durch Homeoffice