
30 | Margarete Schütte-Lihotzky: Architektur als Widerstand und soziales Engagement
aus Grätzlgeschichten · 23.04.2026 · 25 Min.
Worum es geht
Margarete Schütte-Lihotzky, geboren 1897 in Wien, war die erste weibliche Architektin Österreichs und eine bedeutende Figur des sozialen Bauens im 20. Jahrhundert. Sie studierte ab 1915 an der Wiener Kunstgewerbeschule und arbeitete an sozialen Wohnprojekten, insbesondere im Rahmen des Roten Wien, wo sie funktionale, frauengerechte Wohnkonzepte wie die Frankfurter Küche entwickelte. Während des Nationalsozialismus engagierte sie sich im Widerstand, wurde verhaftet und verbrachte Jahre im Gefängnis. Nach dem Krieg blieb sie politisch aktiv, setzte sich für Frauenrechte ein und arbeitete international an sozialen und Bildungsbauten. Erst spät wurde ihre Bedeutung für Architektur und Gesellschaft anerkannt, wobei ihr Engagement für soziale Gerechtigkeit und feministische Stadtplanung bis heute nachwirkt und sie als Symbol für eine gesellschaftlich verantwortliche Architektur gilt.
Beschreibung
Margarete Schütte-Lihotzky (1897–2000) war weit mehr als nur die Erfinderin der weltberühmten Frankfurter Küche. Als erste Frau in Österreich, die den Architekturberuf umfassend ausübte, widmete sie ihr Schaffen dem Ziel, den Alltag von Arbeiter*innen, Frauen und Kindern durch funktionale und soziale Gestaltung zu verbessern. In dieser Folge der Grätzelgeschichten beleuchten Andreas und Walter ein Leben, das ein ganzes Jahrhundert österreichischer Geschichte widerspiegelt. Der Bogen spannt si...
Themen
- Sozialer Wohnungsbau im Roten Wien
- Leben und Werk von Margarete Schütte-Lihotzky
- Feministische Architektur und Stadtplanung
- Historische Bedeutung des Widerstands gegen Faschismus
- Architektur als gesellschaftlicher Ausdruck