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Fritz Haarmann – Der Werwolf von Hannover und seine Opfer

aus DUNKEL – Wahre Verbrechen aus der Geschichte · 19.02.2026 · 52 Min.

Beschreibung

Der Geruch von frischem Leder und Schuhcreme liegt schwer in der Werkstatt, während das rhythmische Hämmern des Vaters die schmalen Gassen der Calenberger Neustadt erfüllt. Ein 13‑jähriger Junge, Ernst Ehrenberg, trägt seine grüne Mütze und folgt einem Mann mit buschigem Schnurrbart, dessen Versprechen von Essen und Schutz das Schicksal eines ganzen Stadtteils besiegelt. Im Juni 1923 verschwand Ernst, einer von vielen jungen Opfern, die dem sogenannten Werwolf von Hannover zum Opfer fielen. Fritz Haarmann, ein ehemaliger Diebstahlspion der Polizei, lockte Jungen mit falschen Versprechen in seine Wohnung in der Neuen Straße, wo er sie missbrauchte und ermordete. Die Episode beleuchtet die sozialen Verhältnisse der Weimarer Republik, die Hyperinflation und das vernachlässigte Polizeisystem, das die Morde jahrzehntelang verdeckte. Die Aufklärung des Falls wirft Fragen nach staatlicher Verantwortung und dem Versagen der Justiz auf, während die Erinnerung an die unsichtbaren Opfer, wie Ernst Ehrenberg, in Hannover kaum Spuren hinterlässt. Warum blieb das Grauen so lange im Schatten und welche Lehren zieht die Gegenwart daraus?