
Das Börsenmagazin vom 18. September 2026
aus PostFinance Börsenmagazin - der wöchentliche Podcast · 18.09.2026 · 3 Min.
Worum es geht
Die Woche war geprägt von Unsicherheiten an den Finanzmärkten, ausgelöst durch den Anstieg des US-Ölpreises auf über 105 US-Dollar pro Fass und steigende langfristige US-Zinsen über 5 Prozent. Diese Entwicklungen führten zu Belastungen bei Technologiewerten und verstärkten Inflationssorgen. Die Zentralbanken, darunter die US-Notenbank Fed und die japanische Zentralbank, erhöhten oder signalisierten weitere Zinsschritte, um die Inflation zu bekämpfen. Der Schweizer Aktienmarkt zeigte sich vergleichsweise stabil, unterstützt durch eine Erholung der Novartis-Aktie. Zusätzlich sorgten Diskussionen über Risiken der künstlichen Intelligenz und internationale politische Treffen, insbesondere zwischen den USA und China, für weitere Unsicherheiten und Beobachtungen.
Beschreibung
Die Finanzmärkte standen diese Woche erneut unter dem Einfluss der angespannten Lage im Nahen Osten. Der US-Ölpreis WTI stieg zeitweise auf über 105 US-Dollar pro Fass und verstärkte damit die Sorgen vor anhaltend hoher Inflation. Gleichzeitig kletterten die langfristigen US-Zinsen auf über 5 Prozent, was insbesondere Technologiewerte belastete. Zusätzliche Unsicherheit entstand durch die Diskussion über mögliche Risiken künstlicher Intelligenz. Zur Wochenmitte entspannte sich die Stimmung etwas und die Märkte konnten einen Teil ihrer Verluste aufholen. Der Schweizer Aktienmarkt zeigte sich vergleichsweise robust, unterstützt durch die Erholung der Novartis-Aktie. Bei den Zentralbanken bleibt die Inflationsbekämpfung im Fokus. Die US-Notenbank Fed erhöhte den Leitzins erwartungsgemäss um 25 Basispunkte und stellte weitere Schritte in Aussicht. In Grossbritannien blieb der Leitzins unverändert, während die Bank of Japan ihren Zinssatz erneut anhob und damit den schrittweisen Ausstieg aus ihrer sehr lockeren Geldpolitik fortsetzt. Insgesamt zeichnet sich global weiterhin ein Umfeld höherer Zinsen ab. In der Schweiz richtet sich der Blick nun auf den Zinsentscheid der SNB am Donnerstag. Der Markt erwartet grundsätzlich keine Veränderung des aktuellen Nullzinsniveaus, eine Überraschung ist angesichts der internationalen Zinsschritte und der steigenden Inflation jedoch nicht ausgeschlossen. Daneben stehen wichtige europäische Stimmungsindikatoren sowie das Treffen zwischen dem US-amerikanischen und dem chinesischen Präsidenten im Fokus. Dabei wird insbesondere beobachtet, ob sich bei den Handelsbeziehungen zwischen den beiden Ländern eine Entspannung abzeichnet.
Themen
- Finanzmärkte und Inflation
- US-Ölpreis und Zinsentwicklung
- Zentralbankpolitik weltweit
- Schweizer Aktienmarkt und Novartis
- Internationale Politik und Handel
„Der Kampf gegen die Inflation ist noch nicht vorbei!“