
MSCI Emerging Markets: Wachstum mit Nebenwirkungen
aus Finanz-News von Flossbach von Storch · 06.05.2026 · 9 Min.
Worum es geht
Das erste Quartal des MSCI Emerging Markets zeigte zunächst eine positive Entwicklung, getragen von einem schwächeren US-Dollar, einem globalen KI-Boom und Umschichtungen in Technologieaktien. Mit dem Iran-Konflikt stiegen jedoch geopolitische Unsicherheiten und Ölpreise, was vor allem ölimportierende Volkswirtschaften wie Indien, Südkorea und Taiwan belastete. Besonders im Halbleitersektor, dominiert von Unternehmen wie TSMC und Samsung, besteht ein erhebliches Klumpenrisiko, da diese einen zunehmend größeren Anteil am Index ausmachen. Während einzelne Märkte wie Indien durch fiskalische Impulse und langfristige Wachstumstreiber überzeugen, sind Bewertungsniveaus in der Chipindustrie stark angestiegen, was das Risiko einer Korrektur erhöht. China zeigt sich trotz Herausforderungen in der Immobilienbranche und der schwächeren IT-Dienstleistungsindustrie weiterhin wettbewerbsfähig, insbesondere im Bereich Künstliche Intelligenz. Insgesamt unterstreicht der Portfolio-Manager die Bedeutung einer breit diversifizierten Anlagestrategie angesichts der geopolitischen Risiken, steigender Konzentrationen und Unsicherheiten.
Beschreibung
Das erste Quartal begann für den MSCI Emerging Markets vielversprechend. Trotz des Krieges im Iran schloss der Index das Quartal im Plus. Doch Portfoliomanager Michael Altintzoglou warnt und ordnet die Entwicklungen ein.
Themen
- Entwicklung des MSCI Emerging Markets Index
- Geopolitische Risiken und Einfluss auf Aktienmärkte
- Sektorale Abhängigkeiten im Emerging Markets Bereich
- Risiko- und Diversifikationsstrategien in der Aktienanlage