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Von Glen Coe zum Ratagan Pass: Parkplatz-Chaos, Sturz am Wegesrand & der glückliche zweite Versuch am Glenfinnan-Viadukt | Ep. 70

aus Camping und Abenteuer mit Kind und Hund – Familienreisen im Oldtimer-Wohnmobil · 18.08.2026 · 55 Min.

Beschreibung

Was für eine Achterbahnfahrt der Gefühle! Kurzzeitig waren wir gestern so bedient, dass wir unseren Schottland-Trip am liebsten abgebrochen hätten und uns sehnlichst zurück nach Irland wünschten. Nach einem ruhigen Start an unserem Stellplatz neben den Siloballen ging es morgens voller Vorfreude auf die A82 Richtung Glen Coe. Sogar die kilometerlangen, engen Single-Track-Roads hatten wir schadenfrei und ohne Gegenverkehr gemeistert. Doch was folgte, war der absolute Touristen-Overload. Das gesamte Gebiet rund um Glen Coe, den Ben Nevis und die Route nach Inverness war extrem überlaufen. Wir wussten zwar, dass Hauptsaison ist, aber ein solches Ausmaß an Massentourismus hatten wir selbst in Wales, England oder den Cotswolds nicht erlebt. Überall Miet-Wohnmobile, verstopfte Parkbuchten und kaum Ausweichmöglichkeiten. Am Loch Tulla Viewpoint hatten wir noch Glück und ergatterten einen der wenigen freien Plätze für einen kurzen Zwischenstopp samt Drohnenflug. Doch je weiter wir in die Berglandschaft eintauchten, desto anstrengender wurde es. Am Aussichtspunkt der „Three Sisters“ herrschte pures Parkchaos. Da wir mit unserem Wohnmobil nirgends hineinpassten und die Ausweichbuchten belegt oder schlammig waren, mussten wir unverrichteter Dinge weiterfahren. Genießen konnten wir die Kulisse kaum, da die volle Konzentration dem engen Gegenverkehr galt. Zu allem Überfluss gab es auch noch technische Sorgen: Beim Platzmachen auf einem Layby sind wir vorne links ungünstig an einem Bordstein aufgesetzt. Ein lautes Gerappel unter dem Fahrzeug und ein mulmiges Gefühl waren die Folge. Erst nach einer kurzen Weiterfahrt mit Warnblinker und einer gezielten Rechtskurve auf einem Ausweichplatz war das ominöse Geräusch glücklicherweise wieder verschwunden. Auch der Parkplatz des Ben Nevis Visitor Centre waren komplett überfüllt, sodass die Stimmung auf einem absoluten Tiefpunkt lag. Der erste Anlauf am Glenfinnan-Viadukt brachte leider noch keine Erlösung: Das Chaos auf der A830 setzte sich fort, und beim Blick auf den überfüllten Hauptparkplatz mussten wir unverrichteter Dinge weiterziehen. Am Straßenrand gab es noch Schrecksekunden, als wir beobachteten, wie ein älterer Mann in gelber Daunenjacke rückwärts stürzte. Erst am nächsten Tag wagten wir einen zweiten Versuch am Glenfinnan-Viadukt – und dieser Besuch wurde ein voller Erfolg! Wir hatten das große Glück, die legendäre Dampflok hautnah zu erleben. Ein wirklich versöhnlicher Abschluss! Erst danach machten wir uns weiter auf den Weg Richtung Isle of Skye. Nun stehen wir auf dem Parkplatz am Ratagan Pass Viewpoint – eine wunderschöne, ruhige Anlaufstelle mit fantastischem Ausblick und der hochverdienten Erholung nach diesen turbulenten Tagen.