
KI: Ein System-Update für die deutsche Industrie
aus F.A.Z. Digitalwirtschaft · 24.04.2026 · 24 Min.
Worum es geht
In der Episode wird die zentrale Rolle von Künstlicher Intelligenz für die Zukunft der deutschen und europäischen Industrie hervorgehoben, insbesondere im Kontext von Wettbewerbsfähigkeit, technologische Souveränität und Resilienz. Experten aus Industrie, Politik und Verbänden diskutieren die aktuellen Herausforderungen, wie den Mangel an Chips, Infrastruktur und Datenmanagement, sowie die Bedeutung eines europäischen Ansatzes bei der KI-Entwicklung. Es wird betont, dass regulatorische Hürden, wie Doppelregulierungen und das Betriebsverfassungsgesetz, Innovationen behindern, weshalb eine flexible und innovationsfördernde Gesetzgebung, etwa durch einen Omnibus, notwendig ist. Zudem wird die Bedeutung der Datenvernetzung, der Ausbau eigener Rechenzentren und Cloudlösungen sowie die Chancen durch europäische Standards hervorgehoben. Die Diskussion zeigt, dass eine proaktive, gemeinschaftliche Anstrengung auf europäischer Ebene essenziell ist, um die Industrie zukunftsfähig zu machen und die digitale Souveränität zu sichern.
Beschreibung
Künstliche Intelligenz ist für Deutschland und Europa weit mehr als nur der nächste technologische Hype. Sie ist der entscheidende Hebel für unsere zukünftige Wettbewerbsfähigkeit, technologische Souveränität und industrielle Resilienz. In dieser besonderen Episode des F.A.Z. Digitalwirtschaft-Podcasts bringen wir Ihnen die große Bühne direkt ins Ohr: Hören Sie den exklusiven Mitschnitt der Podiumsdiskussion „AI: Chance für Deutschland und Europa“, die F.A.Z.-Herausgeber Carsten Knop am 20. April auf der Center Stage der Hannover Messe live moderiert hat. Für den heimischen Industriestandort entscheidet sich an der Frage der KI-Nutzung nicht weniger als die eigene Zukunft. Es geht darum, ob historische Stärken in Produktion, Automatisierung und Engineering erfolgreich in die nächste Wachstumsphase überführt werden können. Das Panel beleuchtet KI daher ausdrücklich nicht isoliert als digitale Innovation, sondern als handfeste industriepolitische und infrastrukturelle Gestaltungsaufgabe. Im Mittelpunkt der Debatte steht das notwendige Ökosystem: Cloud- und Recheninfrastruktur, industrielle Anwendungen, Datenverfügbarkeit sowie Energie- und Automatisierungskompetenz müssen nahtlos ineinandergreifen, flankiert von passenden europäischen Rahmenbedingungen für die nötige Skalierung. Ausgangspunkt der Diskussion ist die Überzeugung, dass wir in Europa bereits über erhebliche Stärken verfügen. Nun müssen wir unsere hochrelevanten Mittelstands- und Technologieunternehmen, die industrielle Softwarekompetenz und wachsende Dateninfrastrukturen schneller, mutiger und systematischer zusammenführen. Darüber hinaus berührt das Gespräch zentrale Fragestellungen rund um die Rolle des Staates, der als Möglichmacher, Standardsetzer und Ankerkunde die Skalierung neuer Technologien maßgeblich treiben kann. Die zentrale Erkenntnis der Debatte lautet dabei: Wahre Wettbewerbsfähigkeit entsteht in der industriellen Anwendung von KI nicht durch Algorithmen allein, sondern durch das perfekte Zusammenspiel von Datenzugang, leistungsfähiger Netzinfrastruktur, pragmatischer Regulierung und vor allem einer hohen Umsetzungsgeschwindigkeit. Diskutiert haben darüber Karsten Wildberger, Bundesminister für Digitales und Staatsmodernisierung, Bernie Wagner, Chief Sales Officer bei Schwarz Digits, sowie Jean-Pascal Tricoire, Chairman of the Board of Directors bei Schneider Electric. Komplettiert wird die Runde durch die Verbandspräsidenten Gunther Kegel vom ZVEI und Bertram Kawlath vom VDMA.
Themen
- Künstliche Intelligenz in der deutschen Industrie
- Europäische Technologiefähigkeit und Regulierung
- Energieverbrauch und Nachhaltigkeit bei KI
- Regulierung und Innovation im KI-Bereich
- Datenmanagement und Datenteilen in der Industrie