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30.000 Euro Einkommensverlust von Müttern

aus ZEW Wirklich Wirtschaft · 08.05.2026 · 27 Min.

Worum es geht

In der Podcast-Episode wird die neue Studie des ZEW vorgestellt, die aufzeigt, dass der Einkommensverlust von Müttern nach der Geburt in Deutschland deutlich höher ist als bisher bekannt, mit durchschnittlich 30.000 Euro im vierten Jahr nach der ersten Geburt. Die Studie hebt hervor, dass die Verluste bei jüngeren Müttern durch entgangenes Einkommenswachstum langfristig größer sind, während ältere Mütter vor allem kurzfristige Einkommenseinbußen erleiden, da sie bereits besser in ihrer Karriere etabliert sind. Die Methodik wurde verbessert, um Verzerrungen in früheren Schätzungen zu vermeiden, insbesondere durch eine altersgerechte Vergleichsgruppe. Es wird auch auf den internationalen Vergleich eingegangen, wobei Deutschland im europäischen Vergleich besonders hohe Verluste aufweist, was auf gesellschaftliche Geschlechterrollen zurückzuführen ist. Abschließend wird diskutiert, wie politische Maßnahmen, insbesondere im Bereich Kinderbetreuung, helfen können, diese Einkommensverluste zu verringern und die Vereinbarkeit von Familie und Karriere zu verbessern.

Beschreibung

Kinder zu bekommen, führt für viele Mütter zu spürbaren Einkommenseinbußen. In der neuen Background-Folge des ZEW-Podcasts „Wirklich Wirtschaft“ erklärt Dr. Lukas Riedel aus der Forschungsgruppe „Ungleichheit und Verteilungspolitik“, warum neue Schätzungen zu dem Schluss kommen, dass der Verlust sogar noch höher ausfällt als bislang bekannt war. Seine Studie zeigt: Im vierten Jahr nach der ersten Geburt liegt der durchschnittliche Einkommensverlust von Müttern bei rund 30.000 Euro – etwa ein Drittel höher als nach der bislang üblichen Schätzmethode. Riedel erläutert zudem, wie die Verluste durch Arbeitsunterbrechung und Teilzeit vom entgangenen Einkommenswachstum verstärkt werden – und welche Rolle Kinderbetreuung und verlässliche Infrastruktur spielen, damit ein Kind keinen zwingenden Einkommensverlust bedeuten muss. Das Gespräch führte Podcast-Host Fabian Oppel.

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