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Frauen in den Schaltzentralen

aus L.I.S.A. Wissenschaftsportal Gerda Henkel Stiftung · 16.07.2026 · 63 Min.

Beschreibung

Das Telefon kam wie ein Paukenschlag in die Welt. Ab 1900 eröffnete es völlig neue Möglich­keiten, über weite Distanzen hinweg miteinander zu sprechen und Infor­ma­tio­nen aus­zu­tau­schen. Doch die Verbin­dun­gen zwischen Menschen und den national organisierten Telefon­netzen wurden noch von Hand herge­stellt – meist von jungen Frauen. Als Telefo­nis­tin­nen verbanden sie nicht nur Gesprächs­partner und -part­ne­rin­nen miteinander. Sie regulierten, optimierten und stabilisierten ein komplexes Dreieck aus Sprache, Technik und Menschen. Die Telefon­zen­trale wurde zu einem Experimen­tier­feld: ein Ort, an dem ein pragma­tisches Ver­ständ­nis von Sprache, Kommu­nika­tion und mensch­licher Interaktion entwickelt wurde. Der Thomasius Club fragt bei Larissa Schüller – Autorin des Buches „Kommunikationsarbeit in Telefon­zen­tralen“– nach, wie diese Frauen der Vermittlung unsere Kommu­nika­tions­welt geprägt haben und wie ihre Arbeit bis heute nachwirkt.