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Jaron Lanier: Ein KI-Guru in Wien

aus wissensART · 16.09.2026 · 26 Min.

Worum es geht

Jaron Lanier, ein einflussreicher KI-Forscher und Kritiker, erläutert in seinem Vortrag die Gefahren, die von der übermäßigen Machtkonzentration digitaler Plattformen ausgehen. Er warnt davor, KI als eigenständiges Wesen oder Gottheit zu verehren und beschreibt die religiöse Qualität, die die KI-Kultur in Silicon Valley angenommen hat. Lanier thematisiert die Anonymisierung von Menschen durch Algorithmen und die damit verbundene Entmenschlichung. Zudem spricht er über die Rolle Europas im globalen KI-Wettbewerb und betont, dass technisches Talent vorhanden ist, jedoch die Finanzierung und politische Unterstützung fehlen. Abschließend reflektiert er über die Bedeutung von Tools und Kreativität in der Technologieentwicklung und fordert ein stärkeres Bewusstsein für die menschliche Komponente.

Beschreibung

“Wer ChatGPT verwendet arbeitet für OpenAI“ sagte Jaron Lanier, einer der einflussreichsten Denker des digitalen Zeitalters, bei der Auslandskulturtagung 2026 des BMEIA. Ob das allen Zuhörerinnen und Zuhörer bewusst ist, fragte ich mich, die dem kritischen Tech-Pionier, Musiker, Autor, Philosoph und Prime-Unifying-Scientist von Microsoft zuhörten. Der KI-Forscher, Künstler und Futurist gilt als profunder Wissenschaftler, der zur Entwicklung und Vermarktung von Virtual-Reality- Anwendungen wesentlich beigetragen hat. 2010 listete ihn das Magazin Time unter die 100 einflussreichsten Persönlichkeiten; und 2014 wurde der in New York geborene Jaron Lanier mit dem Deutschen Friedenspreis ausgezeichnet. Jaron Lanier wird nicht müde darauf hinzuweisen, dass die Künstliche Intelligenz kein „neues Leben“ ist, keine bewusste Entität, sondern das verdichtete Ergebnis dessen, was Menschen bisher kreiert haben. Jedes Modell geht letztlich auf Menschen zurück. Wie gesagt: “Wer ChatGPT verwendet arbeitet für OpenAI“. Erwähnenswert ist, dass der kritische Denker auch die österreichische Staatsbürgerschaft besitzt, also sogenannter Wiederösterreicher ist. Ermöglicht wird dies durch die vereinfachte Einbürgerung von Nachfahren während der Zeit des Nationalsozialismus vertriebener oder geflüchteter Österreicherinnen und Österreicher. Fotocredit: Luca Vanzella, Flickr ( https://www.flickr.com/photos/vanz/144476323/in/album-72057594131744996 ), CC BY 2.0 ( https://creativecommons.org/licenses/by/2.0/ ) In der Podcast-Serie, „Kunst im Gespräch“, kommen im zweiwöchigen Rhythmus all jene Künstlerinnen und Künstler zu Wort, die durch ihre Zusammenarbeit mit österreichischen Kulturforen und Botschaften inspiriert wurden. Wenn Ihnen Gehörtes gefallen hat, abonnieren Sie bitte diesen Podcast. Besonders freuen wir uns über eine 5-Sterne-Bewertung auf Apple Podcasts und Spotify. Weiterführende Links: www.austriakulturinternational.at www.bmeia.gv.at www.wissensart.at | Auskunft: wissensart@wissensart.at

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