
Von blutigen Aufständen bis Demo-Raves: Der 1. Mai als Feier- und Kampftag
aus Geschichte wird gemacht. Erinnern, verstehen, gestalten. · 27.04.2026 · 32 Min.
Worum es geht
In dieser Folge wird die Geschichte des 1. Mai als internationaler Kampftag der Arbeiter*innenbewegung nachgezeichnet, beginnend mit den blutigen Haymarket-Aufständen von 1886 in Chicago, bei denen Arbeiter für bessere Arbeitszeiten kämpften. Es wird erklärt, wie die Forderung nach einem Achtstundentag entstanden ist und welche politischen Konflikte, etwa mit Bismarcks Sozialistengesetz, den Tag beeinflussten. Die Episode beleuchtet die Entwicklung des 1. Mai vom politischen Demonstrations- und Kampftag hin zu einem gesellschaftlichen Feiertag, der auch heute noch sowohl für Aktivismus als auch für Erholung genutzt wird. Dabei werden die verschiedenen politischen Strömungen und gewaltsamen Ausschreitungen, etwa im Berlin der 1920er Jahre, thematisiert. Abschließend wird die aktuelle Bedeutung des Tages diskutiert, wobei Gewerkschaften, Aktivist*innen und die Geschichte des Kampftags im Kontext gesellschaftlicher Veränderungen betrachtet werden.
Beschreibung
Heute wird in Gewerkschaften oft diskutiert, ob der 1. Mai eher als Feier- oder als Kampftag gesehen wird. In dieser Folge erzählen wir von den gewaltvollen Auseinandersetzungen auf dem Haymarket 1886 und wie die internationale Arbeiter*innenklasse darauf reagierte. Außerdem geht es um die Einführung des 1. Mais als internationaler Kampftag, um den Blutmai 1929 und die Frage, wie die Nazis versuchten, sich diesen Tag zu eigen zu machen.
Themen
- Geschichte des 1. Mai
- Gewerkschaftliche Bewegungen
- Historische Aufstände und Ereignisse
- Politische Nutzung des 1. Mai
- Arbeitsrechtliche Kämpfe