
Rendezvous mit dem Klassenfeind.
aus Geschichte(n) hören · 30.07.2026 · 102 Min.
Beschreibung
Abend für Abend reisten unzählige Bewohner quasi aus der DDR aus: Über bundesdeutsche Medien nahmen sie teil am Leben im anderen deutschen Staat. Im eigenen Land eingemauert, entwickelten sie Wünsche, die der vermeintliche »Arbeiter- und Bauernstaat« immer weniger erfüllen konnte. Im Verlauf seiner vierzigjährigen Geschichte war die Kluft zur Bundesrepublik immer größer geworden, spätestens in den 1980er-Jahren äußerte sich zunehmend Unmut darüber. Berechtigte Forderungen nach materieller Teilhabe, aber auch nach Reisefreiheit und selbstbestimmten Entscheidungen wurden laut. Schließlich mündeten sie in der Friedlichen Revolution von 1989/90. 25 Jahre später sind wir im Rahmen der Veranstaltung bis heute aktuellen Fragen nachgegangen: Wie äußerte sich das Spannungsverhältnis zwischen »Schein und Sein« bzw. »Anspruch und Wirklichkeit« in der DDR? Wonach sehnten sich die DDR-Bürger? Warum richteten so viele Menschen ihren Blick gen Westen und was bedeutete dies für ihren Alltag im SED-Staat? Haben sich schließlich ihre Träume erfüllt?