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Ciao Auffrischungsimpfung – neue Impftechnologie für langanhaltenden Schutz

aus InFact - Der HZI-Podcast. Wissenschaft, die ansteckt. · 23.09.2026 · 34 Min.

Worum es geht

Dr. Henning Jacobsen und Casper Silvis vom Helmholtz-Zentrum für Infektionsforschung stellen eine innovative Impfstofftechnologie vor, die eine einmalige Impfung ermöglicht, die über Jahre Schutz bietet. Das Maus-Zytomegalievirus dient als Vektor, der das Immunsystem kontinuierlich mit Antigenen versorgt und so eine langanhaltende Effektor-Immunität fördert. Die Technologie soll insbesondere gegen häufig mutierende Atemwegserreger wie Grippeviren und SARS-CoV-2 wirksam sein und könnte die Notwendigkeit regelmäßiger Auffrischungsimpfungen reduzieren. Zudem planen die Forscher ein Spin-off namens ENDURIVAC, um die Entwicklung und klinische Anwendung voranzutreiben. Die Vision ist, Impfungen effizienter und zugänglicher zu machen, besonders in Regionen mit eingeschränktem Zugang zu Impfstoffen.

Beschreibung

Eine einzige Impfung, die über viele Jahre schützt – bislang ist das bei Impfstoffen gegen Atemwegserreger kaum möglich. Zwar bewahren viele Impfungen langfristig vor schweren Krankheitsverläufen, doch lässt der Schutz gerade vor häufig mutierenden Erregern wie Grippeviren oder SARS-CoV-2 schnell nach. Regelmäßige Auffrischungsimpfungen sind deshalb häufig notwendig. Dr. Henning Jacobsen und Casper Silvis vom Helmholtz-Zentrum für Infektionsforschung wollen das ändern. Im Projekt ENDURIVAC entwickeln sie eine Impfstofftechnologie, die bereits nach einer Dosis langanhaltenden Schutz ermöglichen soll. Als Vektor nutzen sie das Maus-Zytomegalie-Virus: Es kann Menschen nicht krank machen, soll das Immunsystem aber dauerhaft mit ausgewählten Antigenen trainieren. In dieser Folge von InFact spricht Host Julia Demann mit ihnen darüber, wie diese Technologie funktioniert, weshalb sie zunächst für einen Impfstoff gegen RSV eingesetzt wird – und ob Auffrischungsimpfungen in Zukunft weitgehend überflüssig werden könnten.

Themen

„Wenn man als Immunologe dafür sorgen möchte, dass etwas für immer im Körper bleibt, dann hat man die Herpesviren. Herpesviren sind ja dafür bekannt, dass man sie nicht wieder loswird. Eigentlich eine sehr unangenehme Eigenschaft. Wenn man aber darüber nachdenkt, dass man diese Eigenschaft auch für Impfstoffe nutzen könnte, dann sieht die Geschichte schon ein bisschen anders aus.“