
#32 1000 Leute vor dem Klo
aus Electronic Music Weekly · 09.09.2026 · 21 Min.
Worum es geht
Das Beatpatrol Festival in Wien war von erheblichen Problemen geprägt, darunter nur acht Toiletten für 8.000 Gäste, stundenlange Verzögerungen beim Einlass und abgesagte Auftritte. Die Veranstalter gerieten stark in die Kritik, während Besucher und Künstler enttäuscht zurückblieben. Positiv hervorzuheben ist die bundesweite Einführung des Club-Euros, einer Solidaritätsabgabe zur Unterstützung kleinerer Clubs, die bereits in Köln erfolgreich ist. Außerdem entstehen neue Club-Locations in Hamburg und München, was die Clubszene belebt. Ein kontroverses Thema ist die Absage des ANYMA-Konzerts in der Türkei aufgrund von Vorwürfen über satanistische Symbole in der Show, was die Diskussion über Kunstfreiheit und Social-Media-Druck anheizt. Insgesamt zeigt die Episode die Herausforderungen und Entwicklungen der elektronischen Musikszene in Deutschland und Europa.
Beschreibung
8.000 Gäste, nur acht Toiletten und stundenlang geschlossene Tore: Beim Beatpatrol-Festival in Wien ist am Wochenende so einiges schiefgegangen. Katha und Clara dröseln das Festival-Chaos auf, sprechen über ausgefallene Acts, den Unmut der Wiener Szene gegenüber dem Veranstalter und die Frage, wie es für die Besucher jetzt weitergeht. Gute Nachrichten gibt’s für die Clubszene in Hamburg und München: Mit dem „Glimmer“ und dem „Printhouse“ gibt es hier zwei vielversprechende neue Locations. Und: Der Club-Euro geht jetzt bundesweit an den Start! Mit dem Soli sollen kleinere Clubs langfristig unterstützt werden. Wie erfolgsversprechend ist das Konzept? Und welche Fortschritte gibt es in der politischen Unterstützung der Clubszene? Außerdem checken wir gleich zwei neue Games für die Szene aus: „Chunk DAW“ ist derzeit in der Entwicklung und setzt Musikproduktion in einer Spieleoberfläche um. Lässt sich so wirklich ein guter Track produzieren? Für wen könnte dieses Game genau das Richtige sein? Clara testet derweil ihre Karriere im Karriere-Browsergame „Life Like a DJ“ und hat virtuell schon ihre erste Schulparty gespielt. Und: Die ANYMA-Show in Istanbul wurde nach Kritik an angeblich satanistischen Visuals von den lokalen Behörden gecancelt. ANYMA sagt, Ausschnitte seien aus dem Kontext gerissen, mit KI verfremdet und mit anderer Musik unterlegt worden. Wie schnell kann Social Media daraus ein neues Narrativ machen? Und muss Kunst gefallen, damit sie stattfinden darf?
Themen
- Beatpatrol Festival Wien Chaos
- Club-Euro bundesweite Einführung
- Neue Club-Locations in Hamburg und München
- Absage von ANYMA-Konzert in der Türkei
- Festival- und Clubszene Entwicklungen
„Erwartet wurden so 8.000 Gäste ungefähr, und für die hatte der Veranstalter offenbar nur 8 Toiletten auf dem Gelände.“