
5 % Rendite? Warum Schleifer nicht nervös wird. Midterms im Blick: Erst Nervosität, dann Rückenwind?
aus Wiener Börse Podcast · 16.09.2026 · 19 Min.
Worum es geht
Manuel Schleifer erklärt, dass ein Ölpreis über 100 Dollar zwar Inflationstreiber ist, die globale Konjunktur aber weniger abhängig von Öl als früher. Die europäische Industrie ist trotz Verwundbarkeit besser auf Energieschocks vorbereitet als 2022. Eine Rendite von 5 % bei US-Staatsanleihen ist kein automatisches Verkaufssignal, da historische Daten keine klare Korrelation zu schwachen Aktienmärkten zeigen. Der ATX profitiert von der steilen Zinskurve, die den stark gewichteten Finanzsektor unterstützt. Zudem wird der jüngste Rücksetzer bei KI-Aktien nicht als Trendbruch gesehen, sondern als mögliche Einstiegschance. Die US Midterms sorgen zunächst für Nervosität, bieten aber historisch betrachtet ab dem Wahltag Rückenwind für die Börsen.
Beschreibung
Öl über 100 Dollar, US-Renditen bei 5 % und Nervosität bei KI-Aktien: Manuel Schleifer, Senior Equity Market Strategist bei Raiffeisen Research, bleibt gelassen. Entscheidend sei beim Öl weniger die magische 100-Dollar-Marke als Dauer und Geschwindigkeit des Anstiegs. Europas Industrie sei verwundbar, aber deutlich besser auf Energieschocks vorbereitet als 2022. Auch eine Rendite von 5 % bei US-Staatsanleihen ist für Schleifer kein automatisches Verkaufssignal: Historisch lasse sich daraus kein verlässlicher Zusammenhang mit schwachen Aktienmärkten ableiten. Beim ATX sieht er gerade wegen der steilen Zinskurve Rückenwind für den stark gewichteten Finanzsektor. Den jüngsten KI-Rücksetzer wertet Schleifer nicht als Trendbruch, sondern als mögliche Einstiegschance. Besonders spannend wird für ihn der Herbst: Vor den US-Midterms könne die Volatilität steigen, danach spreche die Börsenhistorie häufig für Rückenwind.
Themen
- Ölpreis und Inflation
- US-Staatsanleihenrenditen und Aktienmärkte
- Europäische Industrie und Energieschocks
- ATX und Finanzsektor
- US Midterms und Börsenentwicklung
„Das wird den Bullmarkt nicht beenden!“