PodOrakel · KI-Podcastsuche für den DACH-Raum

Irland-Roadtrip: Kilkee Cliffs, Bridges of Ross & Begegnung mit Bimobil-Pionier | Tag am Wild Atlantic Way | Ep. 56

aus Camping und Abenteuer mit Kind und Hund – Familienreisen im Oldtimer-Wohnmobil · 28.07.2026 · 36 Min.

Beschreibung

Unser Tag beginnt extrem früh: Bereits kurz vor 5:00 Uhr morgens ist unser kleiner Valentin wach. Auch Hündin Mila plagt ein unruhiger Magen – sie hat das gekaufte Hundefutter von Tesco verschmäht und nun Hunger, weshalb ihr Magen laut gluckert und sie fiept. Beim Versuch, Mila draußen etwas Futter zu geben, werden wir schließlich alle wach. Nach ersten Versuchen mit einem anderen Hundefutter von der Marke Butcher, aufgepimpt mit etwas Crème fraîche und Leckerlis, frisst Mila schließlich. Durch das eingeschaltete Handylicht beim Füttern wird Valentin jedoch endgültig munter. Die Belohnung für unseren frühen Start lässt aber nicht lange auf sich warten: Ein spektakulärer Farbwechsel am Himmel kündigt eine Stunde vor Sonnenaufgang eine wunderschöne Kulisse an den Klippen der Bridges of Ross an. Nach einer Mütze Schlaf am Morgen erwacht der Stellplatz langsam, und gegen 9:00 Uhr sind bereits fast alle anderen Camper abgereist. Interessante Begegnungen auf dem Stellplatz Beim anschließenden Frühstück gesellt sich ein älterer Herr – ein pensionierter Lehrer – in einem Bimobil auf Mercedes-Basis mit Allradantrieb zu uns. Er entpuppt sich als absoluter Irland-Veteran, der bereits sieben- oder achtmal auf der Insel unterwegs war. Er verbringt seine Winter in einem Ferienhaus bzw. einer Mietwohnung in der Türkei, reist den Sommer über mit seinem Wohnmobil durch Europa und nutzt den aktuellen Trip vor seinen Arztterminen in Deutschland für eine mehrwöchige Irland-Runde. Im Gespräch gibt er uns wertvolle Tipps für Freisteh- und Stellplätze entlang des Wild Atlantic Way sowie für Nordirland und erlaubt uns sogar einen Blick in das Innere seines zehn Jahre alten Gefährts. Parallel lernt meine Partnerin die Besitzerin eines mobilen Kaffeewagens kennen. Die Dame entpuppt sich als Pflegeheim- bzw. Pflegemutter („Foster Mom“), die in Kürze ein erst zehn Tage altes Baby aufnehmen wird, und sammelt morgens ehrenamtlich Müll an den Klippen auf. Sie gibt uns wertvolle lokale Tipps für Spielplätze in der Nähe. Eigentlich wollten wir am Morgen einen begehrten Campingplatz in Doonbeg (Dunbeg) direkt am Strand buchen. Als der Platz um 9:00 Uhr jedoch bereits ausgebucht ist, weichen wir auf den Nagles Campingplatz in Doolin aus. Der Preis von etwa 40 € pro Nacht beinhaltet Strom, für die Dusche fallen zusätzlich 1 € pro 10 Minuten an. Nach dem Aufbruch zum nahegelegenen Leuchtturm (Loop Head Lighthouse) fällt meiner Partnerin ein, dass die gefüllten Hundekotbeutel von Milas morgendlichen Geschäften an der vorherigen Haltestelle liegen geblieben sind. Um die Umwelt sauber zu halten, drehen wir mit dem Wohnmobil kurzfristig um, sammeln die Beutel ein und setzen unsere Fahrt fort. Überraschungshit: Die spektakulären Kilkee Cliffs Auf Anraten des Bimobil-Fahrers weichen wir von der Hauptstraße ab und folgen der Küstenroute in Richtung Kilkee. Dort steuern wir das Wild Atlantic Way Discovery Point-Ziel an: die Kilkee Cliffs. Die Kilkee Cliffs erweisen sich als echtes Highlight unserer Etappe: Keine Gebühren: Im Vergleich zu den berühmten Cliffs of Moher gibt es hier weder Schranken noch Parkgebühren. Wenig Betrieb: Die Klippen sind kaum besucht; wir haben die atemberaubende Kulisse aus grünem Gras, tosendem Atlantik und faszinierenden Felsformationen fast für uns alleine. Historische Spuren: Auf den Wiesen ist mit Steinen der Schriftzug „ÉIRE 45“ aus dem Zweiten Weltkrieg als Navigationssignal für Flugzeuge gelegt. Ankunft und kleine Reparatur am Nagles Campingplatz Nach der kühlen, aber sonnigen Erkundungstour verstauen wir Valentin schnell im Kindersitz und machen uns auf den Weg zu unserem gebuchten Platz. Am Nagles Campingplatz angekommen nutzen wir die Zeit nach dem Einrichten nicht nur zum Durchschnaufen, sondern legen auch direkt Hand an: Eine anstehende kleine Reparatur am Wohnmobil wird vor Ort erledigt, damit für die nächsten Etappen entlang der Küste wieder alles voll einsatzbereit ist.