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"Mit einem Auto fährt man eine halbe Stunde durch unser Solarkraftwerk" | Andreas Schell (ib vogt)

aus Das Klima-Labor von ntv · 10.05.2026 · 33 Min.

Worum es geht

In der Episode äußert sich Andreas Schell, CEO von ib vogt, kritisch gegenüber der wiederholten Diskussion um die Rückkehr der Atomkraft in Deutschland, die er als unaufrichtig bezeichnet. Er betont, dass die Reaktivierung alter Kernkraftwerke technisch und wirtschaftlich kaum realisierbar ist und stattdessen die Energiewende durch den Ausbau erneuerbarer Energien vorangetrieben werden sollte. Schell hebt hervor, dass andere Länder wie die USA und asiatische Staaten deutlich pragmatischer bei der Umsetzung erneuerbarer Projekte vorgehen und Deutschland hier Nachholbedarf hat. Er fordert eine ehrliche politische Debatte, schnellere Genehmigungsverfahren und den Ausbau intelligenter Netze, um die Energieversorgung resilienter und unabhängiger zu machen. Schell sieht die Zukunft in großflächigen Solarkraftwerken und Windparks, während Atomkraft für ihn keine zukunftsorientierte Technologie ist.

Beschreibung

Deutschland eiert herum. Raus aus der Atomkraft. Rein in die Atomkraft. Dann wieder raus. Jetzt wieder rein? Andreas Schell hat die Nase voll. "Ich verstehe nicht, warum diese Diskussion immer wieder aufgebracht wird." Der Chef von ib vogt wirft Atomkraft-Befürwortern im Podcast vor, unaufrichtig zu argumentieren - und Antworten auf entscheidende Fragen zu verschweigen: "Wir reden doch nicht davon, eine Küche auszutauschen." Ein Kernkraftwerk sei deutlich komplexer als Katastrophenprojekte wie Stuttgart 21 oder der Berliner Flughafen. Andreas Schell setzt stattdessen auf Solarkraftwerke. Kein Wunder, die baut er selbst. "Wenn man mit einem Auto durch unsere spanische Anlage in Segovia fährt, braucht man mehr als eine halbe Stunde." Aufgrund ihrer Größe verursachen Solarkraftwerke ebenfalls Flächenkonflikte. Nicht nur in dicht besiedelten Ländern wie Deutschland. Auch die Bürgermeisterin von Segovia war anfangs nicht von dem Projekt begeistert. Die Anwohner auch nicht. Wie haben Schell und ib vogt die Leute mitgenommen? Und wie ist er überhaupt von Dieselmotoren und Gaskraftwerken bei Solarkraftwerken gelandet? Gast: Andreas Schell ist seit Juni 2025 Chef des Solarunternehmens ib vogt. Er hat mehr als 25 Jahre Berufserfahrung in der Energie-, Luft- und Raumfahrt- sowie Automobilindustrie gesammelt, unter anderem als CEO von EnBW und Rolls-Royce Power Systems. Moderation: Clara Pfeffer und Christian Herrmann Wir freuen uns über Feedback und Zuschriften: klimalabor@ntv.de Ihr möchtet uns unterstützen? Dann bewertet das "Klima-Labor" bei Apple Podcasts oder Spotify Das Interview als Text? Einfach hier klicken. Dieser Podcast wird vermarktet von Julep Media: sales@julep.de Wir verarbeiten im Zusammenhang mit dem Angebot unserer Podcasts Daten. Wenn Sie der automatischen Übermittlung der Daten widersprechen wollen, melden Sie sich hier: datenschutz@julep.de

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