
Über Bilder sprechen
aus L.I.S.A. Wissenschaftsportal Gerda Henkel Stiftung · 12.07.2026 · 44 Min.
Beschreibung
Täglich werden weltweit rund 15 Milliarden Bilder neu erzeugt – eine kaum fassbare Menge in atemberaubender Geschwindigkeit. Bilder sind nicht nur aufgrund dieses Befundes längst wirkmächtiger als Texte. Der Einsatz von Künstlicher Intelligenz (KI) macht die Lage noch komplexer: Welches Bild ist überhaupt noch verlässlich, welches computergeneriert erzeugt? KI, so die These, verändert nicht nur den epistemischen Status von Bildern, sondern läutet möglicherweise sogar ihr Ende ein. Das mutet angesichs der Bilderflut paradox an, verlangt daher aber umso mehr ein zeitgemäßes Sprechen über Bilder. Tatsächlich aber werde noch viel zu wenig darüber gesprochen, so der Kunsthistoriker Ulrich Pfisterer. Eine Annahme, die er mit der Kunstwissenschaftlerin Judith Rottenburg, der Wissenschaftshistorikerin Anke te Heesen sowie mit den Kunsthistorikern Horst Bredekamp und Wolfgang Ullrich diskutiert.