
Russophrenie in Europa: Warum wird Putin gleichzeitig überschätzt und unterschätzt?
aus Russland - Gas, Sanktionen, Oligarchen · 16.09.2026 · 44 Min.
Worum es geht
In der Episode wird die sogenannte Russophrenie thematisiert, also die paradoxe Wahrnehmung, dass Russland und Putin gleichzeitig überschätzt und unterschätzt werden. Die Gäste, darunter der Politikwissenschaftler Gerhard Mangott und Ökonom Vasily Astrov, erläutern, dass viele Fehleinschätzungen auf mangelndem Wissen über Russland beruhen. Es wird diskutiert, wie Sanktionen die russische Wirtschaft beeinflussen, wobei die tatsächlichen Kosten umstritten sind, und wie die politische Stabilität trotz wirtschaftlicher Herausforderungen erhalten bleibt. Zudem wird die Leidensfähigkeit der russischen Bevölkerung und die Gefahr interner Unzufriedenheit, insbesondere von Kriegstreibern, analysiert. Abschließend wird betont, dass weder ein baldiger Zusammenbruch noch ein schneller Sieg Russlands wahrscheinlich sind, sondern eine komplexe, langwierige Situation vorliegt.
Beschreibung
Russland werde vom Westen wirtschaftlich und von der Ukraine militärisch in die Knie gezwungen, heißt es seit viereinhalb Jahren. Russland aber sei so stark, dass es schon bald die NATO angreift, heißt es parallel dazu. Wie passt das zusammen? Welche Erzählung stimmt wirklich? Oder stimmen beide nicht? Der renommierte Russland-Kenner Gerhard Mangott und Ökonom Vasily Astrov (WIIW) im Podcast der „Presse“.
Themen
- Russlands wirtschaftliche Lage unter Sanktionen
- Fehleinschätzungen zu Putins Stärke
- Militärische und politische Stabilität Russlands
- Auswirkungen der Sanktionen auf Russland
- Narrative und Wahrnehmungen im Westen über Russland