
Winterthur, Mindestlöhne, Westasien
aus Meyer:Wermuth · 01.06.2026 · 31 Min.
Beschreibung
Letzten Donnerstag verletzte ein Mann in Winterthur drei Passanten, einer davon schwer. Der in der Schweiz geborene Mann mit schweizerischer und türkischer Staatsbürgerschaft war der Polizei in doppelter Hinsicht bekannt: Einerseits wies er in der Vergangenheit Nähe zur winterthurer islamistischen Szene auf, andererseits wurde er wenige Tage vor der Tat aufgrund seines kritischen psychischen Zustands in die Psychiatrie IPW eingeliefert. Medien und unter anderem der Zürcher Sicherheitsvorsteher Mario Fehr stuften die Gewalttat schnell eigenmächtig als Terrorattacke ein. Auch wurde der Angriff schnell politisch instrumentalisiert, insbesondere für die Kampagne der menschenverachtenden SVP-Initiative. Hätte die Berichterstattung gleich ausgesehen, wenn es sich nicht um eine muslimische, sondern um eine christliche Person gehandelt hätte? Und inwiefern kritisieren wir unsere eigeneReaktion sowie die entsprechende Zürcher Medienkonferenz? Ausserdem diskutieren wir in der heutigen Folge Meyer:Wermuth über die kantonalen Mindestlöhne, die die bürgerliche Mehrheit in der heute startenden Sommersession torpedieren will, sowie über den aktuellen Stand in Westasien bzw. die Situation in Gaza, West Bank und Libanon. 02:00 Winterthur: Die Gewaltattacke und ihre politische Instrumentalisierung 13:47 Mindestlöhne: Eine Privatisierung der Demokratie 20:16 Westasien: Die Weiterentwicklung der Katastrophe 26:28 Kurze Antworten auf komplexe Fragen (Malta, Jositsch, GA, Politische Meinungsbildung)