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"Die Energiewirtschaft sagt, das Ortsnetz sei überlastet - das stimmt nicht" | Andreas Piepenbrink (E3/DC)

aus Das Klima-Labor von ntv · 10.09.2026 · 36 Min.

Worum es geht

Der Podcast beleuchtet die aktuelle Debatte um die Überlastung des deutschen Stromnetzes durch Solarenergie. Andreas Piepenbrink, Geschäftsführer von E3/DC, hat umfangreiche Datenanalysen durchgeführt und festgestellt, dass das Ortsnetz an sonnigen Tagen nicht überlastet ist, sondern der Solarstrom lokal verbraucht oder gespeichert wird. Er kritisiert die politische Regulierung, die den Ausbau der Erneuerbaren einschränkt, und die mangelnde Transparenz sowie das fehlende Interesse der Netzbetreiber an einer echten Energiewende. Zudem erläutert er technische Lösungen wie den regelbaren Ortsnetz-Trafo und betont die Bedeutung von Energiespeichern und dezentraler Erzeugung für die Netzstabilität. Abschließend warnt er vor negativen Folgen der aktuellen Energiepolitik für Stadtwerke und Verbraucher.

Beschreibung

An sonnigen Feiertagen wie Pfingsten fliegt uns das Stromnetz um die Ohren? Der Solarzubau ist kritisch? Von diesem Narrativ hat Andreas Piepenbrink die Nase voll. Er betreibt mit seinem Energieunternehmen E3/DC über ganz Deutschland verteilt 190.000 Solaranlagen und hat nachgerechnet: "Es stimmt nicht", sagt Piepenbrink im Podcast. Ihm zufolge überlastet der Solarstrom weder an heißesten Sommertagen noch an sonnigen Feiertagen das Netz, sondern versickert vor Ort - bei den Nachbarn ohne Solaranlage. "Das ist das perfekte Energiesharing." Das Problem ist Piepenbrink zufolge ein ganz anderes: Viele Netzbetreiber wissen schlicht nicht, wie stark ihr Stromnetz ausgelastet ist. Andere haben kein Interesse daran, dass die Erneuerbaren erfolgreich sind. Sie möchten die günstigere Konkurrenz loswerden. "Im Stromvertrieb gehen die Margen runter. Das möchte man durch Netzausbau und steigende Netzentgelte kompensieren." Seine Warnung: Energieversorger und Katherina Reiche wissen nicht, was sie in Netzpaket und EEG-Novelle beschlossen haben. Die Stadtwerke werden Kunden und Einnahmen verlieren. Frau Reiche erweist ihnen einen Bärendienst. Gast: Dr. Andreas Piepenbrink, Studium der Elektrotechnik und Promotion in Regelungstechnik. Seit 2010 leitet er E3/DC. Das Unternehmen für Stromspeichertechnik bietet intelligente Speichersysteme und Ladetechnologien an. Moderation: Clara Pfeffer und Christian Herrmann Wir freuen uns über Feedback und Zuschriften: klimalabor@ntv.de Ihr möchtet uns unterstützen? Dann bewertet das "Klima-Labor" bei Apple Podcasts oder Spotify Das Interview als Text? Einfach hier klicken. Dieser Podcast wird vermarktet von Julep Media: sales@julep.de Wir verarbeiten im Zusammenhang mit dem Angebot unserer Podcasts Daten. Wenn Sie der automatischen Übermittlung der Daten widersprechen wollen, melden Sie sich hier: datenschutz@julep.de

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