
Die geheimen Deals hinter dem Medikament, das uns am meisten kostet
aus Thema des Tages · 15.04.2026 · 32 Min.
Worum es geht
Keytruda, ein Immun-Checkpoint-Inhibitor, ist ein hochwirksames Medikament bei Krebserkrankungen, jedoch extrem teuer. Die Geheimhaltung der Preise bei Verhandlungen zwischen Spitälern und Pharmakonzernen führt zu Intransparenz und hohen Kosten für den Staat. Der Hersteller MSD erzielt mit Keytruda einen Umsatz von rund 31 Milliarden US-Dollar pro Jahr. Die Fragmentierung des Gesundheitssystems in Österreich erschwert eine gemeinsame Preisverhandlung. Es gibt Diskussionen über die Notwendigkeit von Preistransparenz und alternative Behandlungsmethoden, um die Kosten zu senken. Die Pharmaindustrie könnte durch globale Preisänderungen, beeinflusst durch politische Entscheidungen wie in den USA, vor neuen Herausforderungen stehen.
Beschreibung
Keytruda ist das umsatzstärkste Medikament der Welt und es wirkt auch. Sogenannte Immun-Checkpoint-Inhibitoren retten Leben. Etwa beim schwarzen Hautkrebs und einigen Arten von Lungenkrebs. Das Problem ist also nicht die Wirkung, sondern der Preis. Denn österreichische Spitäler dürfen nicht verraten, wie viel sie für das Medikament zahlen. Eine internationale Recherchegruppe an der auch der STANDARD beteiligt war, hat sich diese Preispolitik einmal genauer angesehen. Die beteiligten Autor:innen Muzayen Al-Youssef und Laurin Lorenz über intransparente Preise, die durch das föderale Österreich noch einmal zu mehr Problem führt.
Themen
- Preispolitik bei Medikamenten
- Immun-Checkpoint-Inhibitoren in der Krebstherapie
- Auswirkungen von Geheimhaltungsklauseln im Gesundheitssystem