Vergangenheit als Argument: Erinnerungspolitische Deutungskämpfe seit 1945
aus Zeitgeschichte erleben. Der Podcast der Bundeskanzler-Willy-Brandt-Stiftung · 27.04.2026 · 104 Min.
Beschreibung
Vergangenheit als Argument: Erinnerungspolitische Deutungskämpfe seit 1945 Buchsalon am 23.4.2026 im Forum Willy Brandt Berlin Die Frage nach der historischen Verantwortung, die aus der NS-Vergangenheit erwachsen ist, prägt die Debatten in Politik, Gesellschaft, Medien und Wissenschaft bis heute. Bereits unmittelbar nach 1945 begannen die Deutungskämpfe über den Umgang mit dieser Vergangenheit: Wie konnte es dazu kommen? An welche Opfer wird wie erinnert? Wen versteht man als Täter, wen als Mitläufer und wie sollte man mit ihnen umgehen? Und worauf genau bezieht sich eigentlich das „Nie wieder“? Seit mehr als acht Jahrzehnten werden diese Fragen unter sich wandelnden Vorzeichen immer wieder neu und kontrovers diskutiert. Zwei eindrucksvolle neue Veröffentlichungen beleuchten diese Debatten aus unterschiedlichen Blickwinkeln: In „Never Again: Germans and Genocide After the Holocaust“ untersucht der US-amerikanische Historiker Andrew I. Port, wie die Auseinandersetzung mit dem Holocaust im geteilten und im geeinten Deutschland den Umgang mit anderen Genoziden geformt und beeinflusst hat. Die Historikerin und Kulturwissenschaftlerin Marie Müller-Zetzsche analysiert in ihrem im Mai erscheinenden Buch „Erneuerung der alten Rechten“ deren gezielte Versuche, den Erinnerungsdiskurs im Sinne ihrer Politik und Ideologie zu lenken. Moderiert von Frank Wolff stellen beide Gäste in der zweiten Ausgabe unseres Buchsalons ihre Bücher vor. Die Bundeskanzler-Willy-Brandt-Stiftung online: Webseite: www.willy-brandt.de/ Newsletter: www.willy-brandt.de/newsletter/ Instagram: www.instagram.com/bwbstiftung/ Facebook: www.facebook.com/BundeskanzlerWillyBrandtStiftung/ YouTube: www.youtube.com/@BWBStiftung