
So wurden kritische Todesfälle am USZ vertuscht
aus Durchblick – der Wissenschaftspodcast · 06.05.2026 · 18 Min.
Worum es geht
Die Episode beleuchtet einen Skandal am Unispital Zürich, bei dem über 70 Todesfälle im Zusammenhang mit einem Herzimplantat namens Cardioband auftraten, das vom bekannten Herzchirurgen Francesco Maisano entwickelt wurde. Es wird auf systematische Fehler, Interessenkonflikte und die Vertuschung der Todesfälle eingegangen, wobei interne Hinweise und Warnsignale ignoriert wurden. Die Untersuchung zeigt, dass Todesursachen häufig als natürliche Todesfälle deklariert und in Spitalschubladen archiviert wurden, was eine unabhängige Aufklärung erschwerte. Zudem kritisiert der Podcast die mangelnde Transparenz bei Behandlungsfehlern, die hohen Hürden für Angehörige, um Behandlungsfehler nachzuweisen, sowie die fehlende gesetzliche und rechtliche Konsequenz. Die Diskussion hebt die Bedeutung einer offenen Fehlerkultur hervor, warnt vor systematischen Vertuschungen und stellt die Frage nach zukünftigen Reformen im Gesundheitswesen.
Beschreibung
Ein gefeiertes Herzimplantat, ein renommierter Chirurg – und ein Skandal mit tödlichen Folgen: Am Unispital Zürich werfen neue Enthüllungen schwere Fragen auf. Über 70 Todesfälle, mögliche systematische Fehler und der Verdacht auf Interessenkonflikte erschüttern das Vertrauen in die Medizin. Warum wurde so lange weggeschaut? Und was können Angehörige tun, wenn sie einen Behandlungsfehler vermuten? Darüber sprechen wir in dieser Folge mit der Rechtsexpertin Evalotta Samuelsson. Sie ist Fachanwältin beim Schweizerischen Anwaltsverband im Bereich Haftpflicht- und Versicherungsrecht und verfügt über einen MAS in Versicherungsmedizin sowie einen CAS in Medizinrecht.
Themen
- Medizinischer Skandal am USZ
- Herzimplantat Cardioband und systematische Fehler
- Untersuchung und Vertuschung von Todesfällen
- Rechtliche Herausforderungen bei Behandlungsfehlern