
Autonews vom 22. April 2026
aus Automobilkurznachrichten · 22.04.2026
Beschreibung
Die aktuellen Automobilkurznachrichten mit Michael Weyland Thema heute: Mehr Sicherheit auf Europas Straßen: Was die GSR II für Autofahrer bedeutet Geht IHNEN das permanente Gepiepse in modernen Autos auch dermaßen auf die Nerven, dass Sie den jeweiligen Hersteller Ihres Autos verfluchen? Das ist zwar verständlich, aber Hersteller wie zum Beispiel Mitsubishi Motors sind der falsche Adressat. Bedanken müssen wir uns dafür bei der EU-Kommission. Diese hat sich mit der Strategie „Vision Zero“ das eigentlich lobenswerte Ziel gesetzt, bis zum Jahr 2050 die Zahl der Verkehrstoten auf null zu bringen. Doch bei der Umsetzung ist die Kommission weit über das Ziel hinausgeschossen. Ich persönlich halte diesen Regulierungsoverkill sogar für kontraproduktiv, denn nach kurzer Zeit neigt man dazu, die Warnhinweise zu ignorieren - und zwar alle. Bereits seit Juli 2024 sind zahlreiche Sicherheits- und Assistenzsysteme in neuen Pkw verpflichtend vorgeschrieben. Das gilt auch für Mitsubishi. Das Ziel der Verordnung ist es, Verkehrsunfälle zu reduzieren und Fahrer im Alltag durch intelligente Assistenzsysteme gezielt zu unterstützen. Ab Juli 2026 werden die Vorgaben der europäischen General Safety Regulation II, kurz GSR II, weiter ausgeweitet: Danach gelten die neuen Sicherheits-, Assistenz- und Cybersecurity-Anforderungen nicht mehr nur für Pkw, sondern ebenfalls für neu zugelassene leichte Nutzfahrzeuge und Reisemobile und haben die Sicherheitsausstattung moderner Fahrzeuge spürbar verändert. Um die bestmögliche Wirksamkeit zu gewährleisten, sind die Systeme, die durchaus sinnvoll sind, dauerhaft aktiv und unterstützen den Fahrer. So profitieren Fahrer von mehr Sicherheit und Komfort, egal ob sie im Falle von Mitsubishi einen Outlander Plug-in Hybrid oder andere Fahrzeuge des Herstellers nutzen. Zu den Ärgernissen für die Fahrer gehört aber, dass sich einige dieser Systeme zwar abschalten lassen, aber in der Regel nicht mehr per einfachem Knopfdruck, sondern, indem man sich durch diverse Untermenüs des Displays durcharbeiten muss. Und zwar bei JEDEM Neustart des Fahrzeugs. Das wiederum ist eigentlich bedauerlich, liegt aber nicht am Hersteller! Denn der muss das umsetzen, was die EU von ihm verlangt! Also machen sich viele Fahrer diese Mühe gar nicht mehr, sondern ignorieren die eigentlich gut gemeinten Warnhinweise und Funktionen einfach. Alle Fotos: MMD Automobile GmbH Diesen Beitrag können Sie nachhören oder downloaden unter: https://www.was-audio.de/aanews/autonews20260422_kvp.mp3