PodOrakel · KI-Podcastsuche für den DACH-Raum

Tamara Štajner: «Es fehlt an wütenden Frauen»

aus Musik für einen Gast · 20.09.2026 · 66 Min.

Beschreibung

In ihrem aktuellen Roman «Luft nach unten» beschreibt die Schriftstellerin, Musikerin und Performerin Tamara Štajner eine Frau, die so richtig schön wütend werden kann. Etwas, was ihr in der sonstigen Literatur immer gefehlt hat. Tamara Štajner stammt aus dem ehemaligen Jugoslawien, ist aber zu jung, um wirklich noch Erinnerungen daran zu haben. Auch der Jugoslawienkrieg ist an ihr vorbeigegangen, denn sie wuchs in Slowenien auf, wo der Krieg glücklicherweise nur wenige Tage gedauert hat. Trotzdem ist sie von der jugoslawischen Geschichte geprägt, hatte sie doch einen Grossvater, der Zwangsarbeit bei den Deutschen, den Kampf der Partisanen und die Gefangeneninsel Goli Otok er- und überlebt und trotzdem nie den Glauben ans Gute verloren hat. Sie selbst zieht als junge Frau nach Wien um Viola zu studieren. Sie wird Musikerin, Performerin und Schriftstellerin und gewinnt mit Auszügen aus ihrem aktuellen autobiografisch motivierten Roman «Luft nach unten» den «Kelag-Preis» beim Wettlesen am Ingeborg-Bachmann-Preis 2024. Von ihrer Prägung durch die Familie und der Bedeutung der Kunst schon als Kind, von ihrem Wechsel nach Wien und ihrem Leben mit drei Berufen, von ihrer Musik und auch von den «Illyrischen Furien», wie sie die kämpferischen und oftmals wütenden jugoslawischen Frauen bezeichnet und beschreibt, erzählt Tamata Štajner im Gespräch mit Gastgeber Michael Luisier. Die Musiktitel: - Elis Regina und Antonio Carlos Jobim: Aguas de Março - Arnold Schönberg: Verklärte Nacht, 4. Satz (Janine Jansen, Boris Brovtsyn, Amihai Grosz, Maxim Rysanov, Torleif Thedéen, Jens-Peter Maintz) - Anna Anderluh: Improvistation I - «Casta Diva» aus der Oper «Norma» von Vincenzo Bellini (Maria Callas, Sopran; Orchestra del Teatro alla Scala; Tullio Serafin, Leitung) - Clara Iannotta: The purple fuchsia bled upon the ground (Ausschnitt) (Pierre-Laurent Aimard, Klavier; WDR Sinfonieorchester; Elena Schwarz, Leitung)