
Borreliose
aus Pferdemedizin heute · 18.09.2026 · 36 Min.
Worum es geht
Die Podcastfolge behandelt die Borreliose bei Pferden, eine Krankheit, die durch Zecken übertragen wird und oft schwer zu diagnostizieren ist, da die Symptome wie Leistungsabfall oder Lahmheiten unspezifisch sind. Es wird erläutert, dass ein positiver Antikörpertest nicht zwangsläufig eine Erkrankung beweist, sondern nur einen Kontakt mit den Borrelien anzeigt. Die Übertragung der Bakterien erfolgt erst nach mehreren Stunden Zeckenbefall, was regelmäßige Kontrollen sinnvoll macht. Zudem wird die Diagnostik mit verschiedenen Antikörpertests und deren Interpretation erklärt. Die Folge geht auch auf die Möglichkeiten der Prävention ein, darunter die Entfernung von Zecken, den Einsatz von Repellentien und die Impfung, die zwar selten empfohlen wird, aber unter besonderen Umständen sinnvoll sein kann. Abschließend wird betont, dass viele Pferde trotz Infektion keine klinischen Symptome zeigen und die Diagnose sorgfältig gestellt werden muss.
Beschreibung
Eine Zecke am Pferd – und schon ist die Sorge da: Könnte sie Borrelien übertragen haben? Und was bedeutet es eigentlich, wenn bei einer Blutuntersuchung tatsächlich Antikörper gegen Borrelien gefunden werden? Borreliose gehört zu den Erkrankungen, über die unter Pferdebesitzern viel gesprochen und mindestens ebenso viel spekuliert wird. Denn die möglichen Symptome sind unspezifisch: Leistungsabfall, Mattigkeit, Steifheit oder Lahmheiten können dazugehören. In seltenen Fällen kann sogar das Nervensystem betroffen sein. Doch genau hier liegt das Problem: All diese Symptome können zahlreiche andere Ursachen haben – und ein positiver Antikörpertest allein beweist noch keine Erkrankung. Wie groß ist das Borreliose-Risiko für Pferde tatsächlich? Wie lange muss eine Zecke saugen, bevor sie Borrelien übertragen kann? Wie lässt sich eine Erkrankung zuverlässig diagnostizieren – und wann ist eine Behandlung mit Antibiotika wirklich sinnvoll? Darüber sprechen wir mit Dr. Frederik Heun, Internist an der Pferdeklinik der Tierärztlichen Hochschule Hannover und Diplomate des European College of Equine Internal Medicine, und Professor Karsten Feige, Leiter der Pferdeklinik und Ehrenpräsident der Gesellschaft für Pferdemedizin. Und wir schauen über die Borreliose hinaus auf weitere Erkrankungen, die Zecken übertragen können – und die für Pferde zum Teil sogar eine größere Rolle spielen.
Themen
- Borreliose bei Pferden
- Zeckenübertragung und Infektionsrisiko
- Diagnostik und Antikörpertests
- Behandlung und Prävention
- Impfung gegen Borreliose