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Folge 20 - Ostfriesengeflüster: ADHS und das Konfetti im Kopf

aus Kluntje & Krisen · 26.06.2026 · 29 Min.

Beschreibung

In dieser Folge sprechen wir mit Freddy und Marion über ADHS im Erwachsenenalter. Beide wurden erst spät diagnostiziert: Freddy mit 29 Jahren, Marion mit Ende 58. Beide leben außerdem mit weiteren psychiatrischen Erkrankungen und berichten offen darüber, wie sich ihr Leben vor der Diagnose angefühlt hat. Im Mittelpunkt steht die Frage, was passiert, wenn Schwierigkeiten, die lange als persönliches Versagen, Chaos, Überforderung oder „Anderssein“ erlebt wurden, plötzlich einen Namen bekommen. Freddy und Marion erzählen, welche Probleme sie vor der Diagnose begleitet haben, wie sie mit Alltag, Beziehungen, Arbeit, innerer Unruhe, Erschöpfung und Selbstzweifeln umgegangen sind und welche Spuren das hinterlassen hat. Wir sprechen darüber, wie sich der Blick auf die eigene Biografie nach der ADHS-Diagnose verändert: Welche Situationen erscheinen rückblickend in einem anderen Licht? Was war vielleicht nie Faulheit, Unzuverlässigkeit oder fehlende Disziplin, sondern Ausdruck einer neurobiologischen Besonderheit? Und was bedeutet es, sich selbst nach vielen Jahren neu zu verstehen? Eine Folge über späte Erkenntnis, Selbstabwertung, Erleichterung, Wut, Trauer — und darüber, wie eine Diagnose nicht alles löst, aber vieles erklärbarer machen kann.