PodOrakel · KI-Podcastsuche für den DACH-Raum

Blumen für Piskarewka: Leningrad, deutsche Schuld und die neue Konfrontation mit Russland

aus Gegen den Strom · 15.09.2026 · 31 Min.

Beschreibung

Was bedeutet deutsche Erinnerung an die Blockade von Leningrad in einer Zeit, in der Deutschland und Russland politisch wieder zu Gegnern werden? Die Gesellschaft für deutsch-russische Freundschaft sammelt 4.000 Euro für den Ehrenfriedhof Piskarewka bei St. Petersburg – die größte Begräbnisstätte für Opfer der Blockade von Leningrad. Bei einem Besuch in der russischen Botschaft in Berlin spricht Patrik Baab mit Torsten Rexin von der Gesellschaft für deutsch-russische Freundschaft, dem russischen Botschafter Sergej Netschajew und dem Autor und Professor Michael Schneider. Ausgehend von der Aktion „Blumen für Piskarewka“ führt die Reportage zurück in die Jahre 1941 bis 1944: Hunger, extreme Kälte und der deutsche Vernichtungskrieg gegen die Sowjetunion. Rexin und Schneider kritisieren, dass die Blockade von Deutschland nicht als Völkermord anerkannt wird. Gleichzeitig richtet sich der Blick auf die Gegenwart. Wie konnte aus der deutsch-russischen Verständigung nach 1945 eine neue politische Konfrontation werden? Welche Rolle spielt Deutschland im Ukrainekrieg? Und wie groß ist die Gefahr einer weiteren Eskalation? Themen dieser Folge: – „Blumen für Piskarewka“: Warum Deutsche für einen russischen Ehrenfriedhof sammeln – Die Blockade von Leningrad und das Gedenken an ihre Opfer – Warum Rexin und Schneider die Blockade als Völkermord bezeichnen – Deutsche Erinnerungskultur und historische Verantwortung – Der Zerfall der deutsch-russischen Beziehungen – Botschafter Netschajew: „Wir wollen keinen Krieg mit Deutschland“ – Warum Netschajew den Ukrainekrieg als „nicht deutschen Krieg“ bezeichnet – „Unsere Geduld ist nicht unendlich“: Russlands Warnung vor weiterer militärischer Unterstützung – Michael Schneiders These von „Schuldumkehr“ und „seelischer Entlastung“ – Die Sorge vor einer weiteren Eskalation bis hin zu einem neuen großen Krieg „Denn so gehen immer Kriege los, dass die diplomatischen Kanäle gekappt werden und dann nur noch die Waffen sprechen.“ – Michael Schneider Kapitel: (00:00) „Wir wollen keinen Krieg mit Deutschland“ (00:59) Blumen für Piskarewka (02:19) Warum die Blockade als Völkermord bezeichnet wird (05:07) Deutsch-russische Verständigung und zerstörte Brücken (08:00) „Russland ist mitnichten unser Feind“ (09:47) Sergej Netschajew über Erinnerung und deutsch-russische Beziehungen (12:45) Warum Leningrad in Russland unvergessen bleibt (15:24) Netschajew über den Drohnenvorfall in Leipzig (17:20) „Dieser Konflikt ist nicht deutscher Krieg“ (17:52) „Unsere Geduld ist nicht unendlich“ (19:15) Netschajews Hoffnung für Deutschland und Russland (20:57) 125 Gramm Brot: die Blockade von Leningrad (23:21) „Dann nur noch die Waffen sprechen“ (24:11) Michael Schneider über Deutschlands Rolle im Ukrainekrieg (25:09) Vernichtungskrieg und historische Schuld (27:44) NATO-Osterweiterung und Ukrainekrieg (28:27) Schneiders These von der „seelischen Entlastung“ (29:50) Die Zukunft der deutsch-russischen Beziehungen (30:26) „Schlafwandel in einen neuen Weltkrieg“ Dieses Interview dient der politischen Meinungsbildung und freien Meinungsäußerung gemäß Art. 5 GG. Unterstützen Sie unabhängigen Journalismus: Website: patrikbaab.de/unterstuetzen Mehr: patrikbaab.de Telegram: Patrik Baab X: @PatrikBaabOG © 2026 Patrik Baab