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Folge 68: DIE WILDE MILDE HILDE

aus Podcast Literatur - ein Literaturformat von Theo Schneider und der VHS Kaiserslautern · 10.09.2026 · 44 Min.

Worum es geht

Diese Podcastfolge widmet sich Hilde Domin, einer bedeutenden deutschen Nachkriegslyrikerin, und zeichnet ihren Lebensweg vom Exil in Italien und der Dominikanischen Republik bis zu ihrer Rückkehr nach Deutschland nach. Es wird ausführlich auf die politischen und persönlichen Herausforderungen eingegangen, die sie während des Exils erlebte, darunter die Flucht vor dem Nationalsozialismus und das Leben unter der Diktatur Trujillos. Zudem werden ihre Gedichte vorgestellt, die oft politische Themen mit persönlichen Erfahrungen verbinden. Die Folge thematisiert auch die Schwierigkeiten, die Domin in der männerdominierten Literaturszene hatte, sowie ihr energischer Einsatz für Anerkennung und Preise. Abschließend wird ihr Nachlass und die Bedeutung ihrer Briefe für die Literaturforschung angesprochen.

Beschreibung

Vom Exil in der Dominikanischen Republik, der Rückkehr 1954, dem Domizil in Heidelberg bis zu ihrem Tod 2006. Die Lyrikerin Hilde Domin, ihre Gedichte und essayistischen Arbeiten, ihre Konflikte mit Kritik und Verlagen, ihr energischer Einsatz für das eigene Werk, ihre unermüdlichen Leseauftritte und ihr politisches Engagement. Die Dichterin Hilde Domin, eine der bedeutendsten deutschen Nachkriegslyrikerinnen, ging 1932 mit ihrem späteren Ehemann Erwin Walter Palm zum Auslandsstudium nach Italien, das mit Hitlers Machtübernahme zum ersten Exil wurde. Abenteuerliche Fluchten über Frankreich, England, die Dominikanische Republik nahmen den Jahren jegliche Zutraulichkeit. Vor allem aber die konfliktreiche Ehe machten die 22 Jahre Exil zu „geprügelten Tagen“, die Hilde Domin überlebte, indem sie ihnen das Dennoch ihrer Buchstaben entgegensetzte. Schreiben war Atmen. Schreiben provozierten neue Auseinandersetzungen mit ihrem dichtenden Ehemann. Domins Gedichte aber wurden so zu Augenblicken der Freiheit, zu magischen Gebrauchsgegenständen. Zeitlos. Aktuell – und anwendbar für jedermann. In Folge 67 und 68 blenden Marion Tauschwitz, Biografin, Mitarbeiterin und Freundin Hilde Domins und Theo Schneider in Lesung und Gespräch Leben und Literatur der Autorin auf – vom Elternhaus in Köln über die langen Jahre des Exils bis zu den Jahrzehnten in Heidelberg. Da ihre Biografin Marion Tauschwitz tausende nachgelassene Briefe und Skripte sichten konnte, eröffnet sich nicht zuletzt auch in diesen Folgen von podcastliteratur.de ein neues, zu ihren Lebzeiten unbekanntes Bild der Frau und Dichterin.

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