
Börsenradio Schlussbericht, Di., 07.04.2026: Hormus-Angst drückt DAX -1,1 %, Diesel über 2,50 Euro. Ultimatum läuft um 2
aus Börsenradio to go · 07.04.2026 · 20 Min.
Worum es geht
Die Börsen verzeichneten am Dienstag einen deutlichen Rückgang, getrieben durch die Eskalation im Nahost-Konflikt, insbesondere das von US-Präsident Trump verhängte Ultimatum an den Iran zur Öffnung der Straße von Hormus. Die Unsicherheit über eine mögliche Eskalation führte zu Volatilität an den Märkten, wobei der DAX um 1,1 % fiel und die Energiepreise, insbesondere Diesel, auf über 2,50 Euro pro Liter stiegen. Energie- und rohstoffabhängige Unternehmen standen unter Druck, während Rohstoffpreise wie Gold stabil blieben, jedoch Sorgen um die Nachfrage der Zentralbanken aufkommen. Zudem beeinflusste die geopolitische Lage die Aktienmärkte, während Unternehmen wie Siemens Energy durch regionale Abhängigkeiten belastet wurden. Die Lage im Nahen Osten bleibt unübersichtlich, mit möglichen Szenarien von militärischen Maßnahmen oder Verhandlungen, was die Unsicherheit an den Finanzmärkten weiter erhöht.
Beschreibung
Nervöser Dienstag an den Märkten: Der DAX verliert 1,1 % auf 22.922 Punkte, der EuroStoxx50 gibt 1,2 % auf 5.624 Punkte nach. Auslöser ist das neue Ultimatum von US-Präsident Donald Trump an den Iran zur Öffnung der Straße von Hormus. Teurere Energie, steigende Transportkosten und neue Konjunktursorgen bremsen die Kauflaune. Der Dieselpreis springt auf mehr als 2,50 Euro. Siemens Energy gerät unter Druck, obwohl der Konzern Rekordgewinne und volle Auftragsbücher vorweisen kann. Bei der Commerzbank bleibt der Übernahmekampf mit Unicredit festgefahren. AC Immune baut die Alzheimer-Forschung mit Eli Lilly aus und bekommt zunächst 10 Mio. Schweizer Franken. Dazu ein starker deutscher Automarkt mit 16 % mehr Neuzulassungen im März, Druck auf ASML wegen neuer China-Exportängste und ein Rohstoff-Spezial zu Gold und Düngerwerten. Zum Schluss eine Börsenweisheit von John Bogle: "Der größte Feind eines guten Plans ist der Traum vom perfekten Plan."
Themen
- Geopolitische Spannungen im Nahen Osten
- Aktienmarkt und Börsenentwicklung
- Energiepreise und Rohstoffmärkte
- Unternehmensfinanzierungen und Kapitalerhöhungen
- Technologie- und Chipindustrie