
Oliver Stumm – auf ewiger Entdeckungsreise.
aus Helvetica · 25.09.2026 · 110 Min.
Beschreibung
Oliver Stumm ist eine Zürcher DJ-Legende. In den 80er-Jahren organisierte er illegale Partys in Zürich, legte im Roxy und später im Kaufleuten auf, zog in den 90ern nach New York, produzierte als H2O den House-Hit «Nobody's Business» und gründete dort mit «A Touch of Class» ein Label. Später wurde er Gastronom und eröffnete unter anderem das Café Select und das Gran Torino. Wir sprechen über die Zeit, als in Zürich noch kaum jemand wusste, was ein DJ eigentlich ist. Über Partys mit bis zu 1500 Menschen, die ohne Bewilligung stattfanden. Über die Polizei, die manchmal einfach mitfeierte – und darüber, wie aus einer illegalen Szene schliesslich das Zürcher Nachtleben entstand. Oliver erzählt, warum er Zürich verlassen hat, um in New York Musik zu produzieren, wie Roli Mosimann zu seinem Mentor wurde und warum er irgendwann keine Lust mehr auf die DJ-Karriere hatte. Denn aus seiner Sicht ist der Pioniergeist von damals verschwunden: DJing ist heute ein etabliertes Business. Und wir reden über die Gegenwart: darüber, warum Musik schwer zu monetarisieren ist, warum Leidenschaft manchmal wichtiger ist als ein Businessplan – und warum Oliver glaubt, dass KI niemals wirklich kreativ sein wird.