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Mittelalterliche Königstöchter im fremden Land

aus Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften · 06.07.2025 · 42 Min.

Beschreibung

Migration als Chance, ein anderer Mensch zu werden: In dynastisch verfassten Herr­schaf­ten war die Verhei­ra­tung von königlichen Töchtern und Schwestern in fremde Länder eine übliche Praxis. Diese diente ver­schie­de­nen poli­ti­schen Zielen, aber obwohl die Instru­men­ta­li­sie­rung der Frauen unbe­streit­bar ist, fand sie bei ihnen selbst im Allgemeinen Akzep­tanz. Die Heirats­migran­tinnen wandelten sich durch die Annahme neuer Namen, anderer Kleidung und manchmal auch durch den Wechsel der Religion, vor allem aber begriffen nicht wenige von ihnen die Fremde als Frei­raum zu einer kreativen Lebens­gestal­tung, die ihnen am hei­mi­schen Hof niemals möglich gewesen wäre. Der Vortrag von Michael Borgolte (Mittelalter­histo­ri­ker, HU zu Berlin, Akademie­mit­glied) zeigt das an Beispielen aus dem Mittelalter.