
Dickpic-Terror (1/2): Wie 5000 Penisbilder ungestraft blieben
aus Inside Austria · 19.09.2026 · 28 Min.
Worum es geht
In dieser Podcastfolge wird die Problematik des unaufgeforderten Versendens von Penisbildern (Dickpics) in Österreich thematisiert, die lange Zeit rechtlich nicht verfolgt werden konnte. Eine Frau namens Judith berichtet von tausenden Dickpics, die sie über Monate hinweg erhielt, und wie die Polizei ihr zunächst nicht helfen konnte. Die Aktivistin Frederika Ferková kämpfte öffentlich für ein Gesetz, das diese Form der digitalen sexualisierten Gewalt unter Strafe stellt. Seit September 2025 gibt es nun einen eigenen Straftatbestand, doch die Umsetzung und Wirksamkeit des Gesetzes sind noch fraglich. Experten erklären, dass viele Männer die Dickpics als Flirtversuch sehen, während Betroffene dies als Machtausübung und Grenzverletzung empfinden. Der Podcast beleuchtet auch gesellschaftliche und psychologische Hintergründe sowie die Herausforderungen bei der Strafverfolgung.
Beschreibung
Eine Frau erhält über Monate hinweg Tausende pornografische Bilder und Dickpics von einer unbekannten Nummer. Als sie zur Polizei geht, wird sie abgewimmelt: Das unaufgeforderte Verschicken von Genitalbildern ist zu diesem Zeitpunkt in Österreich noch nicht strafbar. Auch eine weitere Betroffene ist wütend: Die Aktivistin Frederika Ferková kennt solche Erfahrungen seit ihrer Jugend. Sie entscheidet sich, gegen einen Absender vorzugehen – und macht ihren Fall öffentlich. Mittlerweile hat sich die Rechtslage geändert: Seit September 2025 gibt es in Österreich einen eigenen Straftatbestand für unaufgefordert verschickte Genitalaufnahmen. Doch wie wirksam ist das sogenannte Dickpic-Verbot ein Jahr später? In dieser Miniserie von Inside Austria schauen wir uns an, wie es zu dem Gesetz kam – und warum Betroffene sich trotz der neuen Rechtslage noch immer nicht ausreichend geschützt fühlen. In dieser Folge zu hören: Judith (Betroffene), Frederika Ferková (Aktivistin), Ingrid Brodnig (Autorin und STANDARD-Kolumnistin), Philipp Springer (Rechtsanwalt), Beate Hausbichler (Ressortleiterin von dieSTANDARD); Skript und Moderation: Antonia Rauth und Kim Höbel; redaktionelle Mitarbeit: Muzayen Al-Youssef; Redigat: Frauke Böger, Lucia Heisterkamp und Katharina Zingerle; Produktion: Christoph Neuwirth
Themen
- Unaufgeforderte Dickpics in Österreich
- Rechtslage und Gesetzesänderung
- Erfahrungen betroffener Frauen
- Digitale sexualisierte Gewalt
- Gesellschaftliche und psychologische Aspekte
„Ich habe nichts zu verstecken, ich schäme mich nicht und trotzdem fühlst du dich so beschämt und beschmutzt – und du hast nichts getan!“