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"Erinnerung im Dialog"

aus wissensART · 21.09.2026 · 8 Min.

Worum es geht

Seit über achtzig Jahren beschäftigt sich Österreich mit der Aufarbeitung seiner Geschichte im Nationalsozialismus, insbesondere mit der Vertreibung und Ermordung jüdischer Bürger. Das Projekt „Erinnerung im Dialog“, initiiert vom Bundesministerium für europäische und internationale Angelegenheiten und dem Nationalfonds, ermöglicht Historikern, in sogenannten Erinnerungsdialogresidenzen mit Wiederösterreichern in Kontakt zu treten. Diese Personen, oft Nachfahren von Holocaust-Opfern, erhalten durch die Wiederverleihung der Staatsbürgerschaft eine neue Verbindung zu Österreich. Die Gespräche und Interviews dienen nicht nur der historischen Forschung, sondern auch der kulturellen Vernetzung und emotionalen Aufarbeitung. Das Projekt unterstreicht die Bedeutung von Erinnerungskultur als lebendigen Dialog zwischen Vergangenheit und Gegenwart.

Beschreibung

Seit dem Ende des Nationalsozialismus sind etwas mehr als achtzig Jahre vergangen. Viele Jahre wurde über die Ermordung und Vertreibung jüdischer Österreicher und Österreicherinnen geschwiegen, ehe eine „Erinnerungskultur“ einsetzte. Im Frühjahr 2026 hat die Sektion für Internationale Kulturangelegenheiten des Bundesministeriums für europäische und internationale Angelegenheiten in Zusammenarbeit mit dem Nationalfonds der Republik Österreich die Initiative „Erinnerung im Dialog“ ausgeschrieben. Historiker und HistorikerInnen können sich im Rahmen dieses Projekts für „Erinnerungsdialogresidencies“ bewerben, um mit sogenannten „Wiederösterreichern und Wiederösterreicherinnen“ in einen Dialog zu treten. 45.000 Menschen haben die Entscheidung des österreichischen Parlaments im Jahr 2019 angenommen, Nachkommen von Opfern des Nationalsozialismus, im Rahmen des § 58c StbG, die Wiedererlangung der österreichischen Staatsbürgerschaft zu ermöglichen. Es ist dies ein wichtiger Baustein im steten Bemühen Österreichs, sich seiner Verantwortung im Zusammenhang mit der Vertreibung und Ermordung jüdischer Mitbürgerinnen zu stellen und ein klares Zeichen gegen das Vergessen, sowie ein würdiges Gedenken an die Opfer. Die Sektionschefin der Auslandskultur im Bundesministerium für europäische und internationale Angelegenheiten Regina Rusz, Hanna Lessing, Vorständin des Nationalfonds der Republik Österreich, und die langjährige ehemalige Präsidentin der Salzburger Festspiele Helga Rabl-Stadler, in ihrer Eigenschaft als Sonderberaterin im Außenministerium erzählen Elisabeth J. Nöstlinger über diese Wege der Erinnerungskultur. © BMEIA/Auslandskultur In der Podcast-Serie, „Kunst im Gespräch“, kommen im zweiwöchigen Rhythmus all jene Künstlerinnen und Künstler zu Wort, die durch ihre Zusammenarbeit mit österreichischen Kulturforen und Botschaften inspiriert wurden. Wenn Ihnen Gehörtes gefallen hat, abonnieren Sie bitte diesen Podcast. Besonders freuen wir uns über eine 5-Sterne-Bewertung auf Apple Podcasts und Spotify. Weiterführende Links: www.austriakulturinternational.at www.bmeia.gv.at www.wissensart.at | Auskunft: wissensart@wissensart.at

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